Fremde Mongolei
Die Mongolin
Nomaden schreiben keine Bücher, aber sie erzählen Geschichten ¿ und pflegen ein sehr spezielles Verhältnis zur Musik. In langen Nächten gaben sie sowohl eigene Erzählungen als auch die Geschichte des Landes zum Besten, berichteten am Feuer von ihren Traditionen und den Bräuchen ihrer Vorväter. Mongolen singen für ihre Tiere, für Bäume, Felsen und den blauen Himmel. Musik ist hier kein Ornament des Alltags, sondern ein Konzept zum Überleben in einer wunderschönen Natur mit harten Gesetzen. Fasziniert von den mongolischen Traditionen gründete Bernhard Wulff 1999 mit einigen Mitstreitern eines der originellsten Musikfestivals der Welt: Roaring Hooves, mit Konzerten traditioneller mongolischer und zeitgenössischer Musik aus aller Welt, für Nomaden in der Wüste Gobi. Durch sein Engagement konnte sich Wulff das Vertrauen vieler mongolischer Schamanen erwerben und wurde ehrenvoll in deren Gemeinschaft aufgenommen. Sie vertrauten ihm ihre Riten an, weihten ihn in Ihre Geheimnisse ein. Bernhard Wulff schildert in dem Buch "Fremde Mongolei" uralte mongolische Bräuche, Schamanenrituale und Gesangstraditionen. Er erzählt von der Suche nach einem bedeutenden Obertonsänger im Altaigebirge, von Wolfsjagden, unerklärlichen Naturwundern und beglückenden Konzerten in der Wüste Gobi ¿ und wie er mit einem Lamm Brüderschaft trank.
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