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Produktinformationen "Theater als 'Spiel- und Spiegelform' jüdischer Erfahrung"

Wie Theater den Erfahrungshorizont von Juden*Jüdinnen in der Moderne geprägt hat: Kulturhistorische Studien zur Praxeologie jüdischer Teilhabe in Wien, 1890-1920Das Buch beforscht, wie der Eintritt von Juden*Jüdinnen in die moderne Gesellschaft Wiens 'als Theater' und mit theatralen Mitteln stattfand und entwirft so eine Praxeologie jüdischer Zugehörigkeit und Differenz. In vier Studien werden jüdische Erfahrungen der Moderne zwischen Zeigen und Beobachten, sozialer Schau und antisemitischer Bedrängnis als Modi des Theatralen zum Thema. Dabei rückt Theater als Praxis ins Zentrum, mit der Zugehörigkeit in der Moderne verhandelt, selbstbewusst behauptet oder befragt wurde. Während sich Juden*Jüdinnen 'wie auf einer Bühne' permanenter Beobachtung ausgesetzt sahen, kommentierten sie dies wiederum theatral, erprobten eigene Strategien sozialer Teilhabe und beteiligten sich an der Ausgestaltung von bürgerlichen Sozialrollen in der Großstadt. Theater zeigt sich so als vielschichtige kulturelle Praxis wie als 'Spiel- und Spiegelform des Lebens' (Stefan Zweig).

Untertitel
Wien 1890-1920

H | B | T | Gramm
226 mm | 147 mm | 30 mm | 0.596 kg

Erscheinungsjahr
2024

FSK
0

Ausgabe
Hardcover

Verlag
Wallstein

ISBN-10
3835356216

ISBN-13
9783835356214

Autor
Theresa Eisele

Sprache
Deutsch

Seitenanzahl
339

Themen
Literaturwissenschaft, allgemein, Kulturwissenschaften, Judentum, Wien, Europäische Geschichte, Soziale oder kulturelle Integration und Assimilation, Theaterwissenschaft

Verantwortliche Person gemäß Art. 16 GPSR
Wallstein Verlag GmbH, Geiststr. 11, Göttingen, DE, info@wallstein-verlag.de

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Theresa Eisele

Autor/in

Theresa Eisele

Theresa Eisele ist Theaterwissenschaftlerin mit kultur- und sozialhistorischem Schwerpunkt. Derzeit forscht sie am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Ihre Dissertation wurde mit dem Max-Herrmann-Dissertationspreis der Gesellschaft für Theatergeschichte ausgezeichnet.

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Szenen der Wiener Moderne
Das Essay erzählt die Geschichte dreier Artefakte aus Wien, angefangen vom in der Ersten Republik Österreich gedrehten Stummfilm Die Stadt ohne Juden (1924) über die Theatersensation der Jahrhundertwende Die Klabriaspartie (1890) zurück in das Jahr der Weltausstellung 1873, in dem eine Typenfotografie eines jüdischen Hausierers entstand. Mit ihrer jeweiligen Spezifik nur im lokalen Kontext verstehbar, sind die Artefakte dennoch in europäische Erfahrungszusammenhänge und Denktraditionen eingewoben. Ihre Untersuchung gibt Einblicke in die Vorstellungswelten des Jüdischen in der Wiener Moderne und legt Prozesse der Authentisierung und Dekonstruktion offen. Damit gelingt eine film-, theater- und medienhistorische Perspektive auf Fragen der jüdischen Moderne und Dimensionen des nach wie vor konjunkturellen Begriffs der Authentizität.

Buch | Deutsch

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