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Rechtsgeschichte
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Geschichte der Zärtlichkeit
Im Zeitalter der Aufklärung beginnen die Philosophen von einem Sex in der Ehe zu träumen, der dem bürgerlichen Ideal der Freiheit entspricht. Nicht die triste Pflichterfüllung, wie sie im Eherecht gefordert war, sondern ein 'zärtliches' Verführungsspiel sollte von jetzt an zum Liebesakt führen. Schmerzhaft genau zeichnet Johannes Kleinbecks Geschichte der Zärtlichkeit nach, von welchen Sehnsüchten und Ängsten Rousseau, Kant, Hegel und später auch Freud angesichts einer freien Aushandlung des Beischlafs heimgesucht worden sind. In ihren rastlosen Ausführungen zu der Frage, wie Frauen Zärtlichkeit äußern dürfen und wie nicht, entdeckt er ein Kernstück bürgerlicher Philosophie, das sich nicht von einer spezifisch modernen Form patriarchaler Machtausübung trennen lässt. Die zunehmende Entrechtung des ehelichen Beischlafs geht mit dem Beginn einer Entwicklung einher, die uns bis heute umtreibt: Die männlichen Privilegien finden sich immer weniger ausschließlich über rohe Gewalt oder die Zwänge des Rechts, dafür aber immer mehr über ein dem Anschein nach freies Spiel von Blicken, Gesten und Worten abgesichert.
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Partei oder Verein?
'Political Party or Association? A Historical and Systematic Study on the Term ¿Political Party¿ in the German ¿Grundgesetz¿': Dr. Jörn Grotjahn is a graduate of Oxford University (MSt in Modern History) and a German lawyer. His PhD thesis (Free University Berlin) is an analysis of the term 'political party' as laid down in the German constitution. The history of the German party system is considered key for a closer definition of this constitutional term and shall enable a more precise distinction from mere political associations.
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Der Entwurf eines Handelsgesetzbuches für die Stadt Frankfurt am Main von 1811 01. Entstehen, Inhalt und Wirkung
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Reich und Staat
Dieses Buch ist eine chronologisch angelegte Darstellung der Entstehung und Entwicklung deutscher Staatlichkeit von den Anfängen im Frühmittelalter bis zum Übergang in supranationalen Strukturen wie die Europäische Gemeinschaft. Zentrale Themen bilden das Recht als Grundlage jedes Staates, geistliche und weltliche Macht, Fürsten und König, Kaiser und Kirche, Absolutismus und Aufklärung, Deutscher Bund und Deutsches Reich, Weimar, Nationalsozialismus und die Entstehung zweier deutscher Staaten, Wiedervereinigung und Globalisierung.
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Verwandlung durch Recht
Über das bislang unbekannte Innenleben des Bundesverfassungsgerichts.Das Bundesverfassungsgericht wurde 1951 in Karlsruhe gegründet und galt bisher als weitgehend 'unbelastet', denn es hatte keinen Vorgänger. Dabei war es aufgrund seines Personals und seiner Rechtsprechung tief in der deutschen Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verwurzelt. In seinen Entscheidungen setzte sich das Gericht kritisch damit auseinander und ließ zugleich eine Orientierung an Reformen erkennen, die einen klaren Bruch mit der Zeit des Nationalsozialismus markierten. Auf der Basis des Grundgesetzes brachte es neue Impulse etwa auf dem Gebiet der Geschlechterbeziehungen, des Beamtenrechts oder der Wiedergutmachung ein und wirkte so mit, Staat und Gesellschaft von Grund auf zu verändern. Frieder Günther und Eva Balz erzählen über den Zeitraum von 1951 bis 1970 anhand neuer Quellen, wovon 'belastete' und 'unbelastete' Richter in ihrer Arbeit geprägt waren und wie sie zusammenarbeiteten. Sie schildern, wie sich das Gericht als Institution entwickelte und welche maßgeblichen Entscheidungen die 40 Richter und zwei Richterinnen während der 1950er und 1960er Jahre trafen.
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Christus vor dem Hohen Rat
Im kriegs- und krisengeschüttelten 17. Jahrhundert verbreitete sich ein Bildmotiv in Europa - der Prozess um Jesus Christus aus den biblischen Passionsgeschichten. Als Bildmotiv wurde er in eine einzige Szene paralleler, kommunikativ ausgestalteter Rechtsfindungswege komprimiert, wobei auf antike sowie zeitgenössische Rechtssatzungen Bezug genommen wurde. Zunächst fand sich das Motiv vor allem auf kleinformatigen Kupferstichen. Diese übersetzten die meist unbekannten Künstler in großformatige und den Gemeindegliedern zugängliche Kirchenbilder - in Städten ebenso wie auf dem Land.In den Beiträgen des Tagungsbands werden erstmalig die Verbreitung des Bildmotivs sowie das Zusammenspiel der Bilder und Texte aus interdisziplinärer Perspektive untersucht. Es kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kunst- und Rechtsgeschichte, der Geschichts- und Kulturwissenschaften ebenso wie der Restaurierung zu Wort.Mit Beiträgen von Matthias Asche, Judith Becker, Rudolf Bönisch, Gudrun Gleba, Rainer Henrich, Heinz-Walter Knackmuß, Klaus Neitmann, Romana Rupiewicz, Mathias Schmoeckel, Gerlinde Strohmaier-Wiederanders, Annett Xenia Schulz und Philipp Zitzlsperger
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46,00 €
Gemeinschaftliche Forderungen
Marcel Lerch deals with the systematization of joint claims. By returning to the established principles for resolving normative conflicts, he attempts to finally clarify the dogmatic legal relationship between the various regulations on creditor majorities.
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Edition und Kommentar
Editionen sind unentbehrliche Bausteine der Geschichtsforschung. Eine verlässliche Erschließung und Drucklegung sind der sicherste Weg, die Überlieferung zu bewahren und für alle lesbar zu machen. Die Bandbreite reicht dabei von unkommentierten Textwiedergaben bis zu Volltexteditionen mit ausdifferenzierten Erläuterungen. Der Band reflektiert Konzeption, Aufbau und Kommentierung moderner Quellenausgaben und diskutiert das Verhältnis von Editionstext und Kommentar. Die Beiträge gehen auf eine Fachtagung 2022 in Dresden zurück und berücksichtigen auch historische Nachbardisziplinen wie Archivwissenschaft, Epigraphik und Rechtsgeschichte.
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Die Schätzung des Menschen
Der Körper eines freien Menschen wird nicht in Geld geschätzt - liberum corpus nullam recipit aestimationem. Diese Regel aus der Feder des Juristen Gaius (2. Jahrhundert n. Chr.) gilt als Absage des römischen Rechts an ein kompensatorisches Schmerzensgeld nach heutigem Verständnis. Mittelalterliche Juristen übernahmen diesen Standpunkt. Doch etwa zeitgleich setzten sich Theologen darüber hinweg. Sie forderten auch für den irreparablen Schaden an Körper, Ruf und Ehre eine Entschädigung in Geld. Darauf aufbauend entwickelten die Spätscholastiker im 16. und 17. Jahrhundert eines der ersten naturrechtlichen Ersatzregime für immaterielle Schäden. Jan-Luca Helbig zeichnet die Entwicklung dieser Lehre nach und untersucht ihre Bedeutung für die Gegenwart.
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Rechtsgeschichte der Nachhaltigkeit in Österreich
Die rechtliche Dimension des Nachhaltigkeitskonzepts hat im Einklang mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahren in der rechtswissenschaftlichen Ausbildung ebenso wie in der juristischen Praxis massiv an Bedeutung gewonnen. Demgegenüber hat sich die österreichische Rechtsgeschichte bisher kaum mit der rechtlichen Normierung des Mensch-Natur-Verhältnisses in seinen historischen Ausprägungen beschäftigt. Das vorliegende Lehr- und Handbuch soll diese markante Leerstelle füllen. Es stellt dar, wie in der Geschichte mit Mitteln des Rechts auf umweltspezifische Problemlagen reagiert wurde. Dabei werden auch die Zusammenhänge mit den jeweiligen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Rahmenumständen aufgezeigt. Zeitlich liegt der Schwerpunkt auf der Rechtsentwicklung seit der Industriellen Revolution.
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Geistliche Gewalt und kirchliches Recht
Die Kölner Synodalstatuten des Spätmittelalters (1261-1513) sind eine wertvolle Quelle für die Rechts- und Frömmigkeitsgeschichte einer der bedeutendsten Diözesen Europas. Mit über 200 Texten und rund 600 Einzelstatuten stehen sie im europäischen Vergleich einzigartig da und dokumentieren die Spannbreite bischöflicher Gesetzgebung: von der Verwaltung der Sakramente und Pfarrorganisation über Disziplin und Bildung des Klerus bis hin zu Fragen von Wirtschaft, Finanzen und städtischem Zusammenleben. Auf der Grundlage der neuen kritischen Edition von Heinz Wolter versammelt der Band Studien zur spätmittelalterlichen Kirchen-, Rechts- und Stadtgeschichte.
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Recht und Krise
Der Tagungsband versammelt die Beiträge der 3. Tagung des Jungen Netzwerks Rechtsgeschichte, die im Juni 2025 unter dem Leitthema "Recht und Krise - Zwischen Krise des Rechts und Krisenrecht" an der Universität Graz stattfand. Junge Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Staaten widmen sich darin dem spannungsgeladenen Verhältnis von Recht und Krisen - von der Antike bis in die Gegenwart. Aus verschiedenen europäischen Perspektiven wird beleuchtet, wie das Recht auf politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder institutionelle Krisen reagierte. Dabei geben die Nachwuchswissenschaftler:innen Einblicke in ihre aktuellen Forschungen.
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Kolonialismus und Recht
Rechtsordnungen stehen heute unter Druck. Die globalen Krisen der Gegenwart bilden schwerwiegende Herausforderungen für eine normenbasierte Ordnung der Welt mit einer langen Liste an Brenn- und Kipppunkten, seien es der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands, weltweite Pandemien, Fluchtbewegungen oder die Klimakrise. Viele dieser Probleme sind Ausdruck der bis heute spürbaren Folgen des Kolonialismus und Imperialismus, die seit der Neuzeit die Welt prägten.Kolonialismus war dabei nicht nur Eroberung, Gewalt und Unterdrückung - er war zugleich auch ein Projekt des Rechts. Doch wie nutzten Staaten und Gesellschaften das Recht? Wie wurde Recht zum zentralen Austragungsort kolonialer Ordnung? Wie kamen Herrschaft, Kooperation und Widerstand zusammen? Sebastian M. Spitra geht diesen Fragen von der Frühen Neuzeit bis zur Dekolonisierung im 20. Jahrhundert nach und bezieht gegenwärtige Fragestellungen mit ein, etwa die Reparationen für koloniales Unrecht oder die Restitution von Kulturgütern mit kolonialer Provenienz. Das Buch bringt erstmals die Geschichte des Rechts und die Geschichte des Kolonialismus in einer kompakten Monografie zusammen. Sein globalgeschichtlicher Ansatz bezieht auch die Normen und Rechtsvorstellungen indigener und nicht-europäischer Gesellschaften mit ein und eröffnet dadurch eine ganz neue Perspektive auf die Geschichte des Kolonialismus.
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