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Produktinformationen ""Verschwunden""

Zehntausende Menschen wurden während der argentinischen Militärdiktatur 1976 bis 1983 aus politischen Gründen entführt und in geheimen Internierungszentren gefoltert und ermordet. Nur eine Minderheit kam frei. 30 000 sind bis heute "verschwunden". Die Botschaft der Überlebenden war ambivalent: Zum einen sahen sie es als ihre Pflicht an, die Gräuel der Lager zu bezeugen. Zum anderen trugen ihre Berichte zur weiteren Traumatisierung einer terrorisierten Gesellschaft bei.Stimmen von Überlebenden bilden die Grundlage der Untersuchung. Um ihre Erfahrung historisch und soziologisch zu verorten, geht die Studie aber einen Schritt weiter. Sie stellt die argentinischen Internierungszentren in analytischen Bezug zu dem wohl mörderischsten staatlichen Terrorapparat des 20. Jahrhunderts: das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager.Christian Dürr, Dr. phil., ist Leiter des Archivs der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Ausstellungskurator und freier Autor.

Untertitel
Verfolgung und Folter unter der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983)

H | B | T | Gramm
203 mm | 126 mm | 17 mm | 270 gr

Erscheinungsjahr
2016

FSK
0

Ausgabe
Taschenbuch

Verlag
Metropol Verl

ISBN-10
3863312791

ISBN-13
9783863312794

Autor
Christian Dürr

Sprache
Deutsch

Seitenanzahl
221

Themen
Argentinien, Geschichte

Verantwortliche Person gemäß Art. 16 GPSR
veitl@metropol-verlag.de, Ansbacher Strasse 70, 10777, Berlin, DE, veitl@metropol-verlag.de

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Der Quijote vom Quiquibey
Der Bauernsohn Antonio García Barón aus der spanischen Region Aragón schließt sich als Jugendlicher im Bürgerkrieg der Kolonne Durruti an, um die Zweite Spanische Republik zu verteidigen. Er kämpft für eine anarchistische Revolution und erlebt zugleich die Niederlage gegen den Faschismus. Auf der Flucht vor Francos Truppen gelangt er nach Frankreich, wo er in die Hände der Nationalsozialisten fällt. Sie deportieren ihn ins Deutsche Reich; im Konzentrationslager Mauthausen wird er jahrelang festgehalten. Dort ringt er ums Überleben und muss mitansehen, wie seine Kameraden und Zehntausende andere ermordet werden.Da ihm nach der Befreiung die Rückkehr nach Spanien verwehrt bleibt, lässt er sich zunächst in Frankreich nieder. Dann fasst er einen Entschluss, der sein weiteres Leben bestimmen wird: Er besteigt ein Schiff nach Südamerika und sucht in Bolivien nach einem Ort, der abgelegen genug ist, um in Ruhe alt zu werden. Er findet ihn tief im Dschungel, an einem Fluss namens Quiquibey.Seine Lebensgeschichte verwandelt Antonio García Barón später in eine Erzählung voller Übertreibungen und Unwahrheiten, geprägt von Selbststilisierung und Blindheit gegenüber anderen. Wie spiegeln sich darin die Spuren eines Traumas, das der Faschismus hinterlassen hat - eines Traumas, von dem sich nicht berichten lässt, ohne dass der Erzähler selbst dabei zu einem anderen wird?

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