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Produktinformationen "Undienlichkeit"

Widerstand gegen Gewalt, Sadismus und Grausamkeit äußerte sich in der Geschichte vergleichsweise selten in Form offener Rebellion. Sei es im transatlantischen Sklavenhandel, sei es in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern, angesichts fehlender Handlungsmöglichkeiten, Todesangst und Entrechtung bestand der einzige Ausweg oftmals darin, sich dem Zugriff der Gewalthaber durch Flucht, Sabotage, aber auch durch Abtreibung, Kindstötung, Hungerstreik, Selbstverstümmelung und Suizid zu entziehen. Iris Därmann umreißt die Gewaltgeschichte menschlicher Dienstbarmachung und Versklavung und verschränkt sie mit Körperpolitiken und Widerstandsformen der Undienlichkeit. Dabei beleuchtet sie insbesondere die Rolle der europäischen politischen Philosophie als Legitimitätsbeschafferin der transatlantischen Versklavung und der Vernichtung der europäischen Juden. So entsteht nicht nur eine blutige Gegengeschichte zu den sonstigen Meistererzählungen des abendländischen Denkens, sondern auch ein Panorama des Schreckens, das selbst noch in den Momenten versuchter Selbstbefreiung an die Grenzen des Aushaltbaren rührt, das wir uns aber vor Augen führen müssen, wenn wir verstehen wollen, auf welchen Fundamenten unsere Zivilisation auch fußt.

Untertitel
Gewaltgeschichte und politische Philosophie

H | B | T | Gramm
218 mm | 148 mm | 50 mm | 784 gr

Erscheinungsjahr
2020

FSK
0

Ausgabe
Hardcover

Verlag
Matthes Seitz Verl

ISBN-10
3957578744

ISBN-13
9783957578747

Autor
Iris Därmann

Sprache
Deutsch

Seitenanzahl
510

Themen
Gesellschaft und Kultur, allgemein, Soziale und politische Philosophie, Politikwissenschaft und politische Theorie, Ethik und Moralphilosophie, Soziologie und Anthropologie

Verantwortliche Person gemäß Art. 16 GPSR
MSB Matthes & Seitz Berlin Verlagsgesellschaft mbH, info@matthes-seitz-berlin.de

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