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Produktinformationen "Sämtliche Erzählungen"

Ingeborg Bachmanns Erzählungen sind unverzichtbarer Bestandteil der Gegenwartsliteratur. Sie zeigen Menschen an den Schnittpunkten ihrer Existenz, vor Entscheidungen, in denen es um das Leben geht, die Wahrheit, um die Liebe und den Tod. Neben den Erzählungen aus 'Simultan' enthält der Band die Erzählungen aus 'Das dreißigste Jahr' sowie alle kürzeren erzählenden Werke, die in der Gesamtausgabe von 1978 publiziert wurden.

H | B | T | Gramm
188 mm | 121 mm | 32 mm | 0.345 kg

Erscheinungsjahr
2003

FSK
0

Ausgabe
Taschenbuch

Verlag
Piper

ISBN-10
3492239862

ISBN-13
9783492239868

Autor
Ingeborg Bachmann

Sprache
Deutsch

Seitenanzahl
496

Themen
Österreich, Belletristik: Erzählungen, Kurzgeschichten, Short Stories, Moderne und zeitgenössische Belletristik: allgemein und literarisch

Keywords
Österreichische Belletristik / Roman, Erzählung, TB/Belletristik/Romane/Erzählungen, Deutsche Belletristik / Roman, Erzählung

Verantwortliche Person gemäß Art. 16 GPSR
Piper Verlag GmbH, Georgenstraße 4, München, DE, info@piper.de

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Ingeborg Bachmann

Autor/in

Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie wurde am 25. Juni 1926 in Klagenfurt, Österreich geboren.Bachmanns Karriere als SchriftstellerinNach ihrem ersten Studienjahr in Innsbruck und Graz (1945/46) gelang ihr mit der Erzählung 'Die Fähre' die erste Veröffentlichung. Sie setzte ihr Studium der Philosophie, Germanistik und Psychologie in Wien fort, wo sie unter anderen Paul Celan, Hans Weigel, Ilse Aichinger und Victor Kraft traf.Nach ihrer Promotion mit einer Dissertation über 'Die kritische Aufnahme der Existentialphilosophie Martin Heideggers' im Jahr 1949 veröffentlichte sie erste Gedichte in der Zeitschrift Lynkeus und Erzählungen in der Wiener Tageszeitung. Bachmann arbeitete auch an einem ersten, unveröffentlichten und verschollenen Roman 'Stadt ohne Namen'.Nach ihrem Studium arbeitete sie für den amerikanischen Sender Rot-Weiß-Rot und schrieb Dramen, Rundfunkessays und Hörspiele, darunter 'Ein Geschäft mit Träumen' (1952), 'Die Zikaden'(1955) und 'Der gute Gott von Manhattan' (1958).Bachmanns Überzeugung, dass nur Literatur und Kunst die existenziellen Grunderlebnisse des modernen Menschen ausdrücken können, entstand aus der Perspektive der Wiener Schule, der neopositivistischen Wissenschaftstheorie ihres Doktorvaters Victor Kraft und der Sprachkritik Ludwig Wittgensteins. Ihre Beschäftigung mit Viktor E. Frankls psychotherapeutischer Forschung und ihrer Freundschaft mit dem Dichter Paul Celan, dessen Familie zu den Opfern des Holocaust gehörte, führten zu einer 'tiefgreifenden Verwandlung ihres Denkens und Schreibens' im Sinne eines kritischen Ethos.Lyrik und MusikBachmanns erster Lyrikband 'Die gestundete Zeit' (1953), für den sie den renommierten Preis der Gruppe 47 erhielt, appellierte an das kritische Gewissen der Zeitgenossen angesichts des Kalten Krieges und der gesellschaftlichen Restauration. In ihrem zweiten Gedichtband 'Anrufung des Großen Bären'(1956) kehrte sie zu traditionelleren lyrischen Formen zurück. Bachmanns Synthese von Zeitkritik, literarischer Moderne und lyrischer Tradition bildete die Grundlage ihres raschen Aufstiegs zur wichtigsten deutschsprachigen Dichterin der Nachkriegszeit.Auf Einladung des Komponisten Hans Werner Henze brach Bachmann im Sommer 1953 nach Italien auf, um dort eine Existenz als freie Schriftstellerin zu begründen. Die Freundschaft und Zusammenarbeit mit Henze, der sie insbesondere in die Welt der Oper einführt, schlägt sich u.a. in den Opernlibretti 'Der Prinz von Homburg' (1958) und 'Der junge Lord' (1965) sowie in theoretischen Überlegungen zum Verhältnis von Musik und Dichtung nieder.Die Rolle der Literatur in der NachkriegszeitIn den zehn Jahren nach dem Aufbruch aus Wien lebte sie in Rom, München, Neapel und Zürich und eröffnete im Wintersemester 1959/60 die Frankfurter Vorlesungen zur Problematik zeitgenössischer Dichtung. Dabei fasste sie ihre poetologischen Überlegungen erstmals systematisch zusammen und verortete sie im Prozess der Moderne literarhistorisch.Bachmann vertraute der Fähigkeit der Literatur, angesichts der verzweiflungsvollen 'Dunkelhaft der Welt' unsere Möglichkeiten zu erweitern. Diese Haltung spiegelt sich in ihren Erzählungen des Bandes 'Das dreißigste Jahr' wider.Beziehung mit Max FrischZwischen 1958 und 1962 waren sie das Traumpaar der deutschen Literatur. Die Trennung von Max Frisch 1962 fiel mit einer Lebenskrise zusammen, die den Ausgangspunkt für einen literarischen Neuansatz bildete. Die Erfahrungen von Schmerz und existenziellen Krisen fanden sich u.a. in ihrem 'Todesarten'-Projekt.Am 17. Oktober 1973 starb Ingeborg Bachmann im Alter von 47 Jahren in Rom an den Folgen eines Brandunfalls.

Weitere Bücher von Ingeborg Bachmann

Salzburger Bachmann Edition
Ingeborg Bachmanns zweite Lyriksammlung, Anrufung des Großen Bären (1956), enthält Verse, die wegen ihrer hohen Einprägsamkeit, der Kühnheit ihrer Metaphern und ihres zeitkritischen, ethisch motivierten Sprachgestus schon bei Erscheinen Aufsehen erregten und bald kanonisiert wurden. Es sind Gedichte, die radikale Fragen stellen und Themen wie Liebe, Selbstbestimmung, Verantwortung, Utopie mit scharfer denkerischer Freiheit in mitreißenden Klangbildern entfalten.Die neue Edition macht die raffiniert durchkomponierte Struktur der Sammlung sichtbar. Zum ersten Mal werden die Gedichte unter Berücksichtigung des Nachlasses ausführlich kommentiert und im kulturgeschichtlichen Diskurs der Zeit verortet. Das weitgespannte Netz von intertextuellen Bezügen, der Dialog mit Paul Celan, der philosophische Horizont, die Vielfalt an metrischen Formen, die verwickelte Editionsgeschichte und die kontroverse Rezeption werden exemplarisch dargestellt, so dass die Verse in ihrer unerschöpflichen Vitalität und Ausstrahlungskraft neu beleuchtet werden. Die Salzburger Bachmann Edition präsentiert die Prosa, Gedichte und Essays, Hörspiele, Libretti sowie die Korrespondenzen Ingeborg Bachmanns in Form einer integrierten Ausgabe. Die Texte werden ergänzt durch eingehende Kommentare auf dem gegenwärtigen Stand der Forschung, die Bachmanns Werk neu erschließen. Neben den zu Lebzeiten erschienenen Werken werden auch unbekannte nachgelassene Texte zugänglich gemacht.

Buch | Deutsch

28,00 €
Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar
Vom dichterischen Schaffen Ingeborg Bachmanns nicht zu trennen sind ihre essayistischen Texte. Philosophische Reflexionen, Reden anlässlich ihrer Preisverleihungen, Städteimpressionen und Porträts ihrer Zeitgenossen geben im Skizzenhaften Einblick in die 'Werkstatt' der Schriftstellerin. Die essayistischen Texte geben ein eindrucksvolles Zeugnis unermesslicher Belesenheit.

Buch | Deutsch

12,00 €
Ich weiß keine bessere Welt
Drei Jahrzehnte nach ihrem Tod öffneten sich endlich die Archive und gaben Ingeborg Bachmanns persönlichste Gedichte preis. Sie sind das eindrucksvolle Zeugnis einer sensiblen Beobachterin und ihres tragischen Lebens: Ihre Texte sind gezeichnet von Trauer um die verlorengegangene Poesie und von abgründiger Sprachlosigkeit. Immer ringt Ingeborg Bachmann um eine neue Sprache. 'Ich weiß keine bessere Welt' vervollständigt ihr lyrisches Werk auf beklemmende Weise.

Buch | Deutsch

15,00 €
The Critical Writings of Ingeborg Bachmann
The first English translation of the essays, lectures, and other critical writings of the celebrated Austrian poet, novelist, and public intellectual, one of the most influential postwar writers in German.The Austrian Ingeborg Bachmann (1926-1973) is one of the most important postwar writers in German. Her work is enmeshed with the intellectual and cultural developments of the period: she was influenced by European modernism in the early 1950s, experienced the sweeping changes of the 60s, and worked until her death in 1973 on her celebrated and sprawling "Todesarten" (Ways of Death) project, on the decades following National Socialism. Her poetry and prose confront what she called "the sickness of our time": the subtle connection between patriarchal society, catastrophic history in the form of National Socialism, and the subjugation of the Other. Even during her lifetime, Bachmann achieved a prominent position in postwar German-language literature. Interest in her literary output increased sharply in the early 1980s with the publication of the first edition of her works, and has been growing steadily ever since. Bachmann's impact on German literature is comparable to that of Virginia Woolf on English literature. Just as an appreciation of Woolf's poetic oeuvre, and that of other women writers, is impossible without reference to "A Room of One's Own," the critical writings of Bachmann enhance our awareness of not only her own works, but also those of many other writers, philosophers, and artists. As the only translation of Bachmann's essays, lectures, speeches, and theoretical texts into English, The Critical Writings will be a valuable tool for students of Comparative Literature and German literature and cultural studies.

Buch | Englisch

49,80 €
Wir müssen wahre Sätze finden
Ingeborg Bachmann, die wohl größte deutschsprachige Dichterin des 20. Jahrhunderts, faszinierte stets auch durch ihre eigenwillige Persönlichkeit und ihr ungebundenes Leben. In ihrem Schreiben setzte sie sich über 'Branchenunterschiede' hinweg, neben ihren Romanen und Gedichten stehen Hörspiele und Drehbücher. Sowohl in ihren Beziehungen als auch an ihren Wohnorten suchte Bachmann, die sich schließlich in Rom niederließ, nach Freiheit. In den Gesprächen aus den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren, die in diesem Band versammelt sind, gibt die oft als geheimnisvoll geltende Dichterin tiefe Einblicke in ihr Denken, Schreiben und Leben.

Buch | Deutsch

22,00 €
Das Buch Goldmann
'Nun startet sie, die große Ingeborg-Bachmann-Gesamtausgabe: eine Schatztruhe für Bachmann-Süchtige.' Deutschlandfunk KulturDie Hauptfigur: Fanny Goldmann. Ihr Mann Harry Goldmann, österreichischer Jude, kehrt 1945 aus dem Exil nach Wien zurück. Doch die Heimkehr ist zum Scheitern verurteilt: Dieses Österreich ist nicht mehr wiederzuerkennen. Schonungslos brechen soziale Gewalt und die moralischen Verbrechen innerhalb der Gesellschaft über Fanny und Harry herein.Voll trauriger Komik und analytischer Schärfe porträtiert Ingeborg Bachmann in diesem herausragenden Roman ein jüdisches Paar im Wien der Nachkriegszeit.Das Buch Goldmann, der Titel des hier neu editierten Romans von Ingeborg Bachmann, taucht zum ersten Mal in einem Reisebericht des Verlegers und Freunds Siegfried Unseld aus Rom auf. Dieses Vorhaben hat sie von 1964 bis über den Roman Malina (1971) hinaus beschäftigt. Durch den Unfalltod der Schriftstellerin im Otober 1973 ist es Fragment geblieben.Die Darstellung im Buch Goldmann wird geprägt von einer Österreich-Sehsnucht, deren Intensität sich aus der Zeit nach dem Krieg und nach der Shoah erklärt, aus der Zeit 'nach 1945', der dem Schreiben Ingeborg Bachmanns zugrunde liegenden Zeitrechnung. Ingeborg Bachmann schreibt auf diese Weise dem Zeitroman eine kritische Dimension ein, es sind die Fragmente einer Prosa, die Gerechtigkeit herstellen will, die geläufigen geschichtlichen Verstehensmuster nicht übernimmt und die in der Beziehung von Fanny und Harry Goldmann paradigmatisch die Geschichte einer gescheiterten Rückkehr nach Österreich zeichnet.

Buch | Deutsch

16,00 €
Kriegstagebuch
Eine Achtzehnjährige jubelt in ihrem Tagebuch über den schönsten Sommer ihres Lebens. Es ist nicht irgendeine junge Frau und auch nicht irgendein Sommer. Ingeborg Bachmann hält ihr Erleben des Kriegsendes fest. Dabei ist nicht allein der ersehnte Frieden Grund für Ihre Euphorie, sondern auch die tiefe Verbindung mit dem britischen Besatzungssoldaten Jack Hamesh. Die Gespräche mit ihm, dem Juden, der 1938 als Kind aus Wien flüchten mußte und seine Eltern im Holocaust verlor, prägen sie tief. Er wird ihr, nachdem er in das damalige Palästina ausgewandert ist, in berührenden Briefen schildern, wie sie ihm den Glauben an die Menschen zurückgab. Ingeborg Bachmanns ergreifendem Kriegstagebuch sind in diesem Band die erhaltenen Briefe von Jack Hamesh an sie zur Seite gestellt. Zusammen bilden sie ein einzigartiges Dokument des Dialogs und der Zuneigung zwischen Kindern der Opfer und der Täter.

Buch | Deutsch

10,00 €
Frankfurter Vorlesungen
Im Wintersemester 1959/60 hielt Ingeborg Bachmann im Rahmen einer Vortragsreihe an der Frankfurter Universität fünf Vorlesungen zu Fragen der Poetik. Diese essayistischen Arbeiten sind ein integraler Bestandteil ihres dichterischen Schaffens. In den Vorlesungen zu 'Problemen zeitgenössischer Dichtung' formuliert Ingeborg Bachmann die Quintessenz ihrer ästhetischen Grundüberzeugungen, ihre Sprachmoral. Die Fragen 'Warum schreiben? Wozu?' und 'Warum wollen wir Veränderung durch Kunst?' beantwortet sie mit dem Postulat eines 'moralischen, erkenntnishaften Rucks', eines 'neuen Geistes', der die neue Sprache bewohnen müsse. Sie untersucht Gedichte von Eich, Celan, Enzensberger, Kaschnitz und anderen, befasst sich mit der Problematik des 'schreibenden Ichs', dem 'Umgang mit Namen' und der Aufgabe der 'Literatur als Utopie'. Es sind Schlüsseltexte für das literarische Selbstverständnis der Autorin sowie der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts.

Buch | Deutsch

12,00 €
Senza casa
Autobiographische Versuche, ¿Kriegstagebuch¿ und bislang unveröffentlichte Selbstzeugnisse sowie das ¿Neapolitanische Tagebuch¿ aus Bachmanns aufregender frühen Zeit als freie Schriftstellerin: Aus diesen Texten, erstmals versammelt im neuen Band der Salzburger Bachmann Edition, lassen sich bisher unbekannte biographische Einblicke gewinnen; stereotype und medial vermittelte Bilder der Autorin werden in Frage gestellt und korrigiert.Sichtbar werden die Schattenseiten eines Vagabundierens zwischen vielen Orten und Sprachen - von der italienischen Wohngemeinschaft mit Hans Werner Henze auf Ischia und in Neapel über Aufenthalte in Wien, Klagenfurt, Paris und Rom bis zu Lesereisen durch Deutschland. Deutlich erkennbar wird die Spannung zwischen der Utopie eines freien Künstlerlebens und der Sorge um das ökonomische Überleben. Die vielen bruchstückhaften Notate und Textsorten spiegeln ein buchstäblich ¿verzetteltes¿ Leben wider, das Wagnis, sich einem ungesicherten Dasein auszusetzen. Aus ihnen spricht die intime Stimme eines Ich, die ebenso spontan und unmittelbar wie auch zögernd, manchmal hart und apodiktisch wirkt und die im Lauf der Jahre zunehmend brüchiger und fragiler wird. In ihrer Poetik der ¿Übergängigkeit¿ von Kunst und Leben eröffnet sich Bachmann einen Experimentier- und Erfahrungsraum für eine Existenz 'senza casa'.

Buch | Deutsch

42,00 €

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