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Produktinformationen "Philosophie zwischen Leben und Existenz"

Die Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts kennt spannende Übergänge und überraschende Korrespondenzen zwischen Phänomenologie, Existenzphilosophie, Lebensphilosophie, Philosophischer Anthropologie bis hin zur Literatur der Zeit. In gründlicher, betont sachlich gehaltener Arbeit geht der Autor der Frage nach, welche Impulse das Denken des vergangenen Jahrhunderts bestimmt haben.Der Band enthält 32 philosophiehistorische Studien. Behandelt werden Martin Heidegger, Edmund Husserl, Helmuth Plessner, Georg Simmel, Wilhelm Dilthey, Ernst Mach, die Kritische Theorie, Ludwig Klages, Stefan George, Ernst Jünger, Michael Oakeshott und Hermann Schmitz.

H | B | T | Gramm
218 mm | 148 mm | 54 mm | 1210 gr

Erscheinungsjahr
2025

FSK
0

Ausgabe
Hardcover

Verlag
Karl Alber i.d. Nomos Vlg

ISBN-10
3495990445

Autor
Großheim, Michael

Weitere Mitwirkende
Puchta, Jonas

Sprache
Deutsch

Seitenanzahl
922

Themen
Westliche Philosophie: nach 1800

Verantwortliche Person gemäß Art. 16 GPSR
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Waldseestraße 3-5, 76530, Baden-Baden, DE, nomos@nomos.de

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Auf der Suche nach dem Sitz im Leben
"Weg mit den hohlen Wortanalysen. Die Sachen selbst müssen wir befragen. Zurück zur Erfahrung." So hat Edmund Husserl die Idee der Phänomenologie prägnant formuliert und damit auch der Gegenwart einen nach wie vor gültigen Anstoß übergeben. Dieser Denkbewegung ist gemeinsam, dass sie nicht nur die formale Korrektheit von traditionellen Termini und Thesen überprüft, sondern darüber hinaus nach ihrem "Sitz im Leben" sucht. Die 25 Studien aus drei Jahrzehnten sind angeregt durch die Neue Phänomenologie von Hermann Schmitz und behandeln folgende Themen: Phänomenologie, Situationen, Subjektivität, Person, persönliche Fassung, Sensibilität, Hoffnung, Naturästhetik, Politischer Existentialismus, Ironie, Entfremdung, Zeithorizont.

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Ökologie oder Technokratie?
Bisher ist kaum beachtet worden, daß der deutsche Konservatismus in der Moderne nicht zu einer eindeutigen Positionsbestimmung gefunden hat. Insbesondere in der wichtigen Frage nach dem Verhältnis zum technisch-industriellen Fortschritt läßt sich ein tiefer Zwiespalt diagnostizieren. Aus der Tradition der Kulturkritik einerseits entsteht eine fundamental-ökologische Philosophie, während auf der anderen Seite neuartige technokratische Konzepte entwickelt werden, die bestimmte Elemente der Moderne positiv aufgreifen. Beide Positionen haben ihre prominenten Vertreter: Ludwig Klages und Friedrich Georg Jünger beeindrucken durch ihre frühe und radikale Technikkritik, während Ernst Jünger der Technik neue und faszinierende Möglichkeiten sowohl für das menschliche Erleben als auch für die staatliche Selbstbehauptung abzugewinnen sucht. Erst unter dem starken Eindruck dieser von Ernst Jünger entworfenen Visionen vollzieht sich die auffällige Wendung Martin Heideggers zur Technikkritik. Die Autoren, an denen das Dilemma des Konservatismus in der Moderne demonstriert wird, sind wiederum von den Vertretern der Kritischen Theorie aufmerksam beobachtet und kommentiert worden.Die Studie rekonstruiert dieses Spannungsfeld auf einer breiten Quellenbasis und erweitert den dargestellten Gegensatz im Verhältnis von Mensch und Technik in zwei Richtungen: in die Anthropologie und die politische Philosophie.

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