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Produktinformationen "Nichts sagen. Nichts hören. Nichts sehen."

'Eine hellwache Beobachterin unserer Gegenwart.' Jury des Else-Lasker-Schüler-Preises 2022 
Beim 'Reichsbürger'-Prozess in Frankfurt sitzen die Verfassungsfeinde längst überall im Publikum. An die Wände von Universitäten werden mitten in Deutschland antisemitische Parolen gesprayt. Und über den Klimawandel wird erstaunlich leise gesprochen. Alles ist hyperpolitisch, auch die Kunst. Aber hören wir überhaupt noch zu? Sehen wir die entscheidenden Dinge? Können wir noch miteinander sprechen? Wie immer in ihren Büchern streift Kathrin Röggla als engagierte Zeitgenossin durch unsere Gegenwart. Sie schaut hin, hört zu, befragt die Wörter und riskiert ihre Sätze, um zu neuen Erzählformen zu finden. Denn was in der sogenannten Polykrise auch in Frage steht, sind die Spielräume der Literatur.

H | B | T | Gramm
206 mm | 130 mm | 30 mm | 0.388 kg

Erscheinungsjahr
2025

FSK
0

Ausgabe
Hardcover

Verlag
Fischer, S

ISBN-10
3103976399

Autor
Röggla, Kathrin

Sprache
Deutsch

Seitenanzahl
300

Themen
Deutschland, Desinformation und Fehlinformation, Politische Bildung und Zivilgesellschaft, Politischer Aktivismus / Politisches Engagement, Rechtsextreme politische Ideologien und Bewegungen, Grüne Politik / Ökopolitik / Umweltschutz, Menschenrechte, Bürgerrechte, Essays, Reportagen und journalistische Berichterstattung oder zusammengestellte Kolumnen, Politische Ideologien und Bewegungen der extremen Linken, Reden, Anthologien nicht Lyrik, Politische Strukturen / Systeme: Demokratie

Verantwortliche Person gemäß Art. 16 GPSR
S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstraße 114, Frankfurt am Main, DE, produktsicherheit@fischerverlage.de

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Röggla, Kathrin

Autor/in

Röggla, Kathrin

Kathrin Röggla, geboren 1971 in Salzburg, arbeitet als Prosa- und Theaterautorin und entwickelt Radiostücke. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis der SWR-Bestenliste (2004), dem Arthur-Schnitzler-Preis (2012) und dem Wortmeldungen-Literaturpreis (2020). Sie veröffentlichte unter anderem die Prosabücher 'Niemand lacht rückwärts' (1995), 'Abrauschen' (1997), 'Irres Wetter' (2000), 'really ground zero' (2001), 'wir schlafen nicht' (2004), 'die alarmbereiten' (2010), 'Nachtsendung. Unheimliche Geschichten' (2016) sowie gesammelte Essays und Theaterstücke unter dem Titel 'besser wäre: keine' (2013). Zuletzt erschienen ihr Roman 'Laufendes Verfahren', für den sie den Heinrich-Böll-Preis für Literatur (2023) erhielt, sowie der Essayband 'Nichts sagen. Nichts hören. Nichts sehen.' (2025). Kathrin Röggla ist seit 2020 Professorin für Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien in Köln.Literaturpreise:Heinrich-Böll-Preis für Literatur (2023)Österreichischer Kunstpreis für Literatur (2020)Wortmeldungen-Literaturpreis (2020)Mainzer Stadtschreiberin (2012)Arthur-Schnitzler-Preis (2012)Franz-Hessel-Preis (2010)Anton-Wildgans-Preis (2009)Solothurner Literaturpreis (2005)Internationaler Preis für Kunst und Kultur des Kulturfonds der Stadt Salzburg (2005)Förderpreis des Schillergedächtnispreises (2004)Preis der SWR-Bestenliste (2004)Bruno Kreisky Preis 2004 für das beste politische BuchAlexander von Sacher-Masoch-Preis (2001)Italo-Svevo-Preis (2001)Nossack-Förderpreis (2003)RIAS Preis (2003)New York Stipendium des Literaturfonds (2001Reinhard Priessnitz-Preis (1995)Meta-Merzpreis (1995)Salzburger Landesliteraturpreis (1992)

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'Wir werden die sein, die sich wundern': Kathrin Rögglas Roman zum NSU-Prozess 'Kein Schlussstrich!' Das war die Forderung vieler Stimmen aus der Nebenklage nach dem Urteil des NSU-Prozesses. Zu wenig wurde aufgeklärt, zu viel politisch versprochen. Was genau aber passiert mit einem Prozess, um dessen Grenzen so nachhaltig gestritten wird? Wer beobachtet die dritte Gewalt bei ihrer Arbeit, wenn es um rassistischen Terror und den Angriff auf unsere Demokratie geht? Kathrin Röggla erzählt nicht in der üblichen Vergangenheitsform von einem abgeschlossenen Fall, und sie nimmt die bewusst unprofessionelle Perspektive eines 'Wir' ein, das oben auf den Zuschauerrängen sitzt. Doch wer sind 'wir' eigentlich, wenn jedes 'Wir' durch den Prozess in Frage gestellt wird? Mit großer Genauigkeit, aber auch mit erstaunlicher Komik und Musikalität erzählt Rögglas Roman von den Rollen und Spielregeln des laufenden Verfahrens, um zu einer radikal offenen, vielstimmigen Form der Aufklärung zu kommen. Es ist ein Buch über die aktive Teilhabe all der Menschen, die das Gericht zu einem lebendigen Ort der Demokratie machen.Der Roman 'Laufendes Verfahren' war für den Deutschen Buchpreis 2023 nominiert.

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Ein aktuelles Theaterstück zur KlimakriseJahrhundertdürre folgt auf Jahrhundertflut, große Schäden, enormes Leid: Warum handeln wir nicht? Warum kämpfen wir nicht geschlossen gegen die Klimakrise an? Warum lassen wir einen Generationenkonflikt zu? Eine unübersichtliche Gemengelage aus Angst und Verdrängung, Aktionismus und Bürokratie, leeren politischen Versprechungen und persönlichen Interessen scheint zielgerichtetes Tun zu verhindern. Braucht es wirklich ein 'Kurzzeitchina', um die Klimakatastrophe zu verhindern?Kathrin Röggla fügt der wissenschaftlichen Sprache eine künstlerische hinzu und verleiht dem aktuellen Thema so neue Dringlichkeit.Mit Anmerkungen und Nachwort von Björn Hayer sowie einem Essay von Kathrin Röggla.'Kathrin Röggla ist eine Schriftstellerin, die mit drei Adjektiven beschrieben werden kann: engagiert, interessiert, elaboriert.' Begründung der Jury zur Verleihung des Heinrich-Böll-Preises 2023 der Stadt Köln für das GesamtwerkEmpfehlung ab Klasse 11

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