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Produktinformationen "Ehre, wem Ehre gebührt!"

Bis zur Klärung der Voraussetzungen für eine Auszeichnung mit der Ehrendoktorwürde der Heidelberger Juristischen Fakultät war es ein teilweise recht beschwerlicher Weg . Beruhte bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts die Verleihung des Ehrendoktors letztlich auf langer Übung, ausgehend von der Wiederaufrichtung der Heidelberger Universität in den Jahren nach 1803, so fand sie in der Fassung der Promotionsordnung vom 28. August 1930 erstmals ausdrücklich Aufnahme. Vorgestellt werden in der vorliegenden Studie die einzelnen Persönlichkeiten aus der langen Reihe der Dres. iur. h.c. mit Bruchstücken ihres Lebens, ihrer wissenschaftlichen Laufbahn, wenn auch mit einzelnen Leerstellen. Das Schlingern und Entgleisen bei der von der Fakultät getroffenen Selektion folgt den Verwerfungen und Brüchen deutscher Geschichte bis in die Gegenwart. Entstanden ist so ein buntes Kaleidoskop Heidelberger Fakultätsgeschichte mit manchen weißen Stellen.

Untertitel
Ehrenpromotionen an der Heidelberger Juristischen Fakultät

H | B | T | Gramm
238 mm | 163 mm | 20 mm | 469 gr

Erscheinungsjahr
2025

FSK
0

Ausgabe
Hardcover

Verlag
Universitätsverlag Wagner

ISBN-10
3825396398

Autor
Schroeder, Klaus-Peter

Sprache
Deutsch

Seitenanzahl
201

Themen
Südwestdeutschland, Heiliges Römisches Reich, Europäische Geschichte, Rechtsgeschichte, Sozial- und Kulturgeschichte

Verantwortliche Person gemäß Art. 16 GPSR
Universitätsverlag WINTER GmbH Heidelberg, Dossenheimer Landstraße 13, 69121, Heidelberg, DE, gpsr@winter-verlag.de

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Die Heidelberger Universität auf dem Weg in das "Dritte Reich"
"Kommilitonen - der Pesthauch der Judenherrschaft weht Euch entgegen!" - So lautete die Überschrift eines 1920 erschienenen Flugblatts aus der Feder des Heidelberger Philosophie-dozenten Arnold Ruge. Ruge wie auch Philipp Lenard, erster Nobelpreisträger für Physik der Ruperto Carola, stehen exemplarisch für eine keineswegs kleine Gruppe akademischer "Brandstifter", welche schon in den ersten Jahren der Weimarer Republik eine antisemiti-sche Sturmflut entfesselten. Ein Opfer der gleichfalls von der Heidelberger Studentenschaft weithin begeistert aufgenommenen, von Lenard und Ruge unterstützten Hetzjagd wurde Emil Julius Gumbel. Das vom NSDStB organisierte Kesseltreiben gegen Gumbel endete mit der Entziehung der Venia legendi. An prominenter Stelle stand er auf der ersten Liste von 34 Deutschen, die am 23. August 1933 "ausgebürgert" wurden. Vor dem Hintergrund die-ser weit über Heidelberg hinaus Aufsehen erregenden Geschehnisse soll der Weg der Ru-perto Carola in die Katastrophe des Dritten Reiches beispielhaft dargestellt werden.

Buch | Deutsch

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