Der Tod spielt einen Flamenco
Sternstunden aus der Blütezeit des spanischen und des südamerikanischen Horrorkinos (1933-1992)
Denkt man an Spanien, kommen einem die verklärten Sommerurlaube der Kindheit wieder in den Sinn. Man denkt an stolze Tänzer, an schöne Stiere, an herrliche Sandstrände und an leckeres Essen. Und hat sofort den Geruch von Sonnenmilch in der Nase. Doch das Ferienparadies besitzt eine entschieden dunkle Seite. Filmfan Christian Keßler durchstreift die Gefilde des spanischen Horrorkinos, auch weitab der ausgetretenen Pfade. Und da viele der Anregungen wie Protagonisten aus Südamerika stammten, erweitert er sein Angebot: Auch Mexikaner, Argentinier, Brasilianer und andere sind zu Gast in seiner ganz privaten Stierkampfarena. Den prachtvollen Vierbeinern wird in dieser Arena natürlich nichts angetan, das ist Ehrensache. Dafür geht es so manchem Matador an den Kragen - viva el toro! Und nicht Paco de Lucia schlägt die Gitarre an und spielt zum Tanz auf, sondern Freund Heiner ist es, und alle, alle tanzen mit, polnische Werwölfe, reitende Leichen, mexikanische Ringkämpfer und brasilianische Totengräber. Der Tod spielt einen Flamenco, und wer mit ihm tanzen will, braucht gutes Schuhwerk und Nerven aus Stahl!
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