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Produktinformationen "Der Surrealismus"

100 Jahre Surrealismus <BR> <BR>Der Surrealismus zählt zu den wichtigsten und innovativsten Kunstrichtungen der Moderne. Obwohl heute vor allem mit bildenden Künstlern wie René Magritte, Salvador Dalí oder Max Ernst assoziiert, wirkte der Surrealismus genauso auch in der Literatur richtungsweisend. Im Zentrum steht eine radikale Sprache, die das Unbewusste und die freie Assoziation ins Spiel bringt, sich gegen herkömmliche Logik und Bourgeoisie auflehnt, die freie Liebe sowie die Magie des Alltags propagiert und die Phantasie beflügelt. Andreas Puff-Trojan bildet im vorliegenden Band souverän das ganze Spektrum ab - von Wort und Bild bis hin zu Film oder Fotografie.

Untertitel
Kunst, Literatur, Leben

H | B | T | Gramm
178 mm | 115 mm | 9 mm | 118 gr

Erscheinungsjahr
2024

FSK
0

Ausgabe
Softcover

Verlag
C.H.Beck

ISBN-10
3406822762

Autor
Puff-Trojan, Andreas

Sprache
Deutsch

Seitenanzahl
128

Themen
Psychoanalyse, Malerei und Gemälde, Kunstgeschichte, Fotografie, Bildhauerei und Plastik, Kunsttheorie, Filmgeschichte, Filmtheorie und Filmkritik, Literaturwissenschaft: 1900 bis 2000, Sozial- und Kulturgeschichte

Verantwortliche Person gemäß Art. 16 GPSR
Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 9, 80801, München, DE, produktsicherheit@beck.de

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'Der Geist ist Flamme'
Das Denken von Martin Heidegger steht in einem intensiven Austausch mit der Sprache der Literatur. Dies gilt zunächst für Heideggers eigene Beschäftigung mit der Dichtung: Sowohl Hölderlin als auch Trakl fungieren bereits früh als fixe Bezugspunkte seines Denkens, auch Lektüren von Nietzsche und Rilke markieren wichtige Auseinandersetzungen. Die ambivalente Faszination Heideggers für Paul Celan steht in der Nachkriegszeit stellvertretend für eine ganze Reihe weiterer Literat:innen wie René Char oder Ilse Aichinger, mit denen Heidegger teils auch persönlichen Austausch pflegte.Umgekehrt wurde Heideggers Denken von zahlreichen Autor:innen intensiv rezipiert. Dessen eigenständige Sprachverwendung spielt hier ebenso eine Rolle wie die zunehmende Aufmerksamkeit, die er der Sprache als Bedingung jeglicher Philosophie schenkte. Mit Blick auf Trakls Dichtung spricht er von der »Flamme« des dichterischen Geistes, dessen Licht ganz andere Wege zu erhellen vermag als der technophile Blick einer entfesselten Moderne - und so als mahnende Göttin der Ökologie fungieren könnte. Dieser Anschlussfähigkeit steht allerdings die politische Verführbarkeit des Philosophen zur Zeit des Dritten Reichs entgegen, die etwa Ingeborg Bachmann, Paul Celan oder Maurice Blanchot trotz aller Bewunderung kritische Distanz halten ließ.Der Literaturwissenschaftler Andreas Puff-Trojan zeichnet in diesem Essay sowohl die Faszination für Heideggers Sprachdenken als auch die wechselseitigen Bezugnahmen zwischen Denken und Dichten nach. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, macht sich Puff-Trojan auf die Suche nach heideggerischen Spuren in den Werken von Ilse Aichinger und Günter Eich, Hans Arp und Helmut Heißenbüttel, Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Neben Peter Handkes Sympathie für eine »erzählende« Philosophie im Unterschied zur »beweisenden« steht die Hassliebe Elfriede Jelineks, die kalauert: »Nichts wird weniger, aber das Nichts wird mehr.« Doch: »... eine Prise Heidegger, die muss sein, denn ich kann es nicht allein.«

Buch | Deutsch

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