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Produktinformationen "'Der Geist ist Flamme'"

Das Denken von Martin Heidegger steht in einem intensiven Austausch mit der Sprache der Literatur. Dies gilt zunächst für Heideggers eigene Beschäftigung mit der Dichtung: Sowohl Hölderlin als auch Trakl fungieren bereits früh als fixe Bezugspunkte seines Denkens, auch Lektüren von Nietzsche und Rilke markieren wichtige Auseinandersetzungen. Die ambivalente Faszination Heideggers für Paul Celan steht in der Nachkriegszeit stellvertretend für eine ganze Reihe weiterer Literat:innen wie René Char oder Ilse Aichinger, mit denen Heidegger teils auch persönlichen Austausch pflegte.Umgekehrt wurde Heideggers Denken von zahlreichen Autor:innen intensiv rezipiert. Dessen eigenständige Sprachverwendung spielt hier ebenso eine Rolle wie die zunehmende Aufmerksamkeit, die er der Sprache als Bedingung jeglicher Philosophie schenkte. Mit Blick auf Trakls Dichtung spricht er von der »Flamme« des dichterischen Geistes, dessen Licht ganz andere Wege zu erhellen vermag als der technophile Blick einer entfesselten Moderne - und so als mahnende Göttin der Ökologie fungieren könnte. Dieser Anschlussfähigkeit steht allerdings die politische Verführbarkeit des Philosophen zur Zeit des Dritten Reichs entgegen, die etwa Ingeborg Bachmann, Paul Celan oder Maurice Blanchot trotz aller Bewunderung kritische Distanz halten ließ.Der Literaturwissenschaftler Andreas Puff-Trojan zeichnet in diesem Essay sowohl die Faszination für Heideggers Sprachdenken als auch die wechselseitigen Bezugnahmen zwischen Denken und Dichten nach. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, macht sich Puff-Trojan auf die Suche nach heideggerischen Spuren in den Werken von Ilse Aichinger und Günter Eich, Hans Arp und Helmut Heißenbüttel, Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Neben Peter Handkes Sympathie für eine »erzählende« Philosophie im Unterschied zur »beweisenden« steht die Hassliebe Elfriede Jelineks, die kalauert: »Nichts wird weniger, aber das Nichts wird mehr.« Doch: »... eine Prise Heidegger, die muss sein, denn ich kann es nicht allein.«

Untertitel
Heideggers Denken und die Literatur

H | B | T | Gramm
203 mm | 138 mm | 15 mm | 242 gr

Erscheinungsjahr
2026

FSK
0

Ausgabe
Taschenbuch

Verlag
Sonderzahl Verlagsges.

ISBN-10
3854497199

Autor
Puff-Trojan, Andreas

Sprache
Deutsch

Seitenanzahl
180

Themen
Philosophie

Verantwortliche Person gemäß Art. 16 GPSR
Sonderzahl Verlag, Große Neugasse 35/15, 1040, Wien, AT, verlag@sonderzahl.at

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