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Rechtsgeschichte
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Geschichte der Zärtlichkeit
Im Zeitalter der Aufklärung beginnen die Philosophen von einem Sex in der Ehe zu träumen, der dem bürgerlichen Ideal der Freiheit entspricht. Nicht die triste Pflichterfüllung, wie sie im Eherecht gefordert war, sondern ein 'zärtliches' Verführungsspiel sollte von jetzt an zum Liebesakt führen. Schmerzhaft genau zeichnet Johannes Kleinbecks Geschichte der Zärtlichkeit nach, von welchen Sehnsüchten und Ängsten Rousseau, Kant, Hegel und später auch Freud angesichts einer freien Aushandlung des Beischlafs heimgesucht worden sind. In ihren rastlosen Ausführungen zu der Frage, wie Frauen Zärtlichkeit äußern dürfen und wie nicht, entdeckt er ein Kernstück bürgerlicher Philosophie, das sich nicht von einer spezifisch modernen Form patriarchaler Machtausübung trennen lässt. Die zunehmende Entrechtung des ehelichen Beischlafs geht mit dem Beginn einer Entwicklung einher, die uns bis heute umtreibt: Die männlichen Privilegien finden sich immer weniger ausschließlich über rohe Gewalt oder die Zwänge des Rechts, dafür aber immer mehr über ein dem Anschein nach freies Spiel von Blicken, Gesten und Worten abgesichert.
Buch | Deutsch
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How to Ensure Predictability in Legal Pluralism
How did pre-modern merchants provide for predictability in situations of legal pluralism? What kind of practices did merchants use to make other parties act according to their expectations? In spheres of legal pluralism, different normative framings always overlapped and had to be negotiated in order to manage expectations. How did the actors in premodern trade decide on the framing they would act upon? The contributors discuss various means to cope with legal pluralism in place in Northern Europe, from trust and diplomacy to violence and normative orders. Taken together, the contributions show that merchants and their communities did not strive for a unification and harmonization of laws according to modern statehood, but for an enhancement of their particular group's position in a pluralist normative field.
Buch | Englisch
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Partei oder Verein?
'Political Party or Association? A Historical and Systematic Study on the Term ¿Political Party¿ in the German ¿Grundgesetz¿': Dr. Jörn Grotjahn is a graduate of Oxford University (MSt in Modern History) and a German lawyer. His PhD thesis (Free University Berlin) is an analysis of the term 'political party' as laid down in the German constitution. The history of the German party system is considered key for a closer definition of this constitutional term and shall enable a more precise distinction from mere political associations.
Buch | Deutsch
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Reich und Staat
Dieses Buch ist eine chronologisch angelegte Darstellung der Entstehung und Entwicklung deutscher Staatlichkeit von den Anfängen im Frühmittelalter bis zum Übergang in supranationalen Strukturen wie die Europäische Gemeinschaft. Zentrale Themen bilden das Recht als Grundlage jedes Staates, geistliche und weltliche Macht, Fürsten und König, Kaiser und Kirche, Absolutismus und Aufklärung, Deutscher Bund und Deutsches Reich, Weimar, Nationalsozialismus und die Entstehung zweier deutscher Staaten, Wiedervereinigung und Globalisierung.
Buch | Deutsch
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Verwandlung durch Recht
Über das bislang unbekannte Innenleben des Bundesverfassungsgerichts.Das Bundesverfassungsgericht wurde 1951 in Karlsruhe gegründet und galt bisher als weitgehend 'unbelastet', denn es hatte keinen Vorgänger. Dabei war es aufgrund seines Personals und seiner Rechtsprechung tief in der deutschen Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verwurzelt. In seinen Entscheidungen setzte sich das Gericht kritisch damit auseinander und ließ zugleich eine Orientierung an Reformen erkennen, die einen klaren Bruch mit der Zeit des Nationalsozialismus markierten. Auf der Basis des Grundgesetzes brachte es neue Impulse etwa auf dem Gebiet der Geschlechterbeziehungen, des Beamtenrechts oder der Wiedergutmachung ein und wirkte so mit, Staat und Gesellschaft von Grund auf zu verändern. Frieder Günther und Eva Balz erzählen über den Zeitraum von 1951 bis 1970 anhand neuer Quellen, wovon 'belastete' und 'unbelastete' Richter in ihrer Arbeit geprägt waren und wie sie zusammenarbeiteten. Sie schildern, wie sich das Gericht als Institution entwickelte und welche maßgeblichen Entscheidungen die 40 Richter und zwei Richterinnen während der 1950er und 1960er Jahre trafen.
Buch | Deutsch
39,00 €
Christus vor dem Hohen Rat
Im kriegs- und krisengeschüttelten 17. Jahrhundert verbreitete sich ein Bildmotiv in Europa - der Prozess um Jesus Christus aus den biblischen Passionsgeschichten. Als Bildmotiv wurde er in eine einzige Szene paralleler, kommunikativ ausgestalteter Rechtsfindungswege komprimiert, wobei auf antike sowie zeitgenössische Rechtssatzungen Bezug genommen wurde. Zunächst fand sich das Motiv vor allem auf kleinformatigen Kupferstichen. Diese übersetzten die meist unbekannten Künstler in großformatige und den Gemeindegliedern zugängliche Kirchenbilder - in Städten ebenso wie auf dem Land.In den Beiträgen des Tagungsbands werden erstmalig die Verbreitung des Bildmotivs sowie das Zusammenspiel der Bilder und Texte aus interdisziplinärer Perspektive untersucht. Es kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kunst- und Rechtsgeschichte, der Geschichts- und Kulturwissenschaften ebenso wie der Restaurierung zu Wort.Mit Beiträgen von Matthias Asche, Judith Becker, Rudolf Bönisch, Gudrun Gleba, Rainer Henrich, Heinz-Walter Knackmuß, Klaus Neitmann, Romana Rupiewicz, Mathias Schmoeckel, Gerlinde Strohmaier-Wiederanders, Annett Xenia Schulz und Philipp Zitzlsperger
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46,00 €
Gemeinschaftliche Forderungen
Marcel Lerch deals with the systematization of joint claims. By returning to the established principles for resolving normative conflicts, he attempts to finally clarify the dogmatic legal relationship between the various regulations on creditor majorities.
Buch | Deutsch
99,00 €
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Edition und Kommentar
Editionen sind unentbehrliche Bausteine der Geschichtsforschung. Eine verlässliche Erschließung und Drucklegung sind der sicherste Weg, die Überlieferung zu bewahren und für alle lesbar zu machen. Die Bandbreite reicht dabei von unkommentierten Textwiedergaben bis zu Volltexteditionen mit ausdifferenzierten Erläuterungen. Der Band reflektiert Konzeption, Aufbau und Kommentierung moderner Quellenausgaben und diskutiert das Verhältnis von Editionstext und Kommentar. Die Beiträge gehen auf eine Fachtagung 2022 in Dresden zurück und berücksichtigen auch historische Nachbardisziplinen wie Archivwissenschaft, Epigraphik und Rechtsgeschichte.
Buch | Deutsch
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Die Schätzung des Menschen
Der Körper eines freien Menschen wird nicht in Geld geschätzt - liberum corpus nullam recipit aestimationem. Diese Regel aus der Feder des Juristen Gaius (2. Jahrhundert n. Chr.) gilt als Absage des römischen Rechts an ein kompensatorisches Schmerzensgeld nach heutigem Verständnis. Mittelalterliche Juristen übernahmen diesen Standpunkt. Doch etwa zeitgleich setzten sich Theologen darüber hinweg. Sie forderten auch für den irreparablen Schaden an Körper, Ruf und Ehre eine Entschädigung in Geld. Darauf aufbauend entwickelten die Spätscholastiker im 16. und 17. Jahrhundert eines der ersten naturrechtlichen Ersatzregime für immaterielle Schäden. Jan-Luca Helbig zeichnet die Entwicklung dieser Lehre nach und untersucht ihre Bedeutung für die Gegenwart.
Buch | Deutsch
56,95 €
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Rechtsgeschichte der Nachhaltigkeit in Österreich
Die rechtliche Dimension des Nachhaltigkeitskonzepts hat im Einklang mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahren in der rechtswissenschaftlichen Ausbildung ebenso wie in der juristischen Praxis massiv an Bedeutung gewonnen. Demgegenüber hat sich die österreichische Rechtsgeschichte bisher kaum mit der rechtlichen Normierung des Mensch-Natur-Verhältnisses in seinen historischen Ausprägungen beschäftigt. Das vorliegende Lehr- und Handbuch soll diese markante Leerstelle füllen. Es stellt dar, wie in der Geschichte mit Mitteln des Rechts auf umweltspezifische Problemlagen reagiert wurde. Dabei werden auch die Zusammenhänge mit den jeweiligen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Rahmenumständen aufgezeigt. Zeitlich liegt der Schwerpunkt auf der Rechtsentwicklung seit der Industriellen Revolution.
Buch | Deutsch
26,47 €
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