Zwischen Zeichen und Material
Die Figur in den Bildkünsten der Frühen Neuzeit
Die "Figur" ist eine Leitkategorie der frühneuzeitlichen Kunst. Ausgehend von ihrem theoretischen Profil in der antiken Philosophie erfuhr vor allem das rhetorische Potenzial der "Figur", das ihre ikonografische Rezeption, die "vivacità" der "Figur", aber auch ihre virtuelle Dimension mitbestimmte, in den Bildkünsten eine bedeutsame Reaktivierung. Mit Blick auf den semiotischen Stellenwert der "Figur" bezüglich des bildnerischen Materials und auf das Wechselverhältnis zwischen mentaler Repräsentation und gestaltungsbezogener Formung erschließen die Autor*innen neue Perspektiven auf die Bildfigur in der Frühen Neuzeit. Sie analysieren formale, funktionale oder rezeptionsästhetische Aspekte von Bildstrukturen im Kontext ihrer Zeit und tragen damit zu einem differenzierten Verständnis der Figur-Grund-Konstellation in der Frühen Neuzeit bei. - Neue Perspektiven auf die Bildtheorie der Frühen Neuzeit - Werkanalysen von u.a. Niklaus Manuels, Peter Paul Rubens', Philippe de Champaignes, Tizians und Valentin de Boulognes
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