Regula pastoralis - Hirtenregel II
Gregor der Große (590-604) veröffentlichte bald nach seinem Amtsantritt als Papst im Jahre 590 die Regula pastoralis ('Hirtenregel'), in der er sich Gedanken machte, welche Qualitäten und Stärken die künftigen Kandidaten für das Bischofsamt besitzen sollten. Dabei sollte der künftige Bischof seine Stärken nicht als Verwaltungsfachmann oder Technokrat entfalten, sondern vielmehr das Idealbild eines geistlichen Führers und Seelsorgers verkörpern, der sich mit ganzem Herzen der cura pastoralis bzw. der cura animarum widmet. Die Regula pastoralis war im lateinischen Westen die erste Schrift, die sich umfassend mit dem Bischofsamt auseinandersetzte, und wurde über Jahrhunderte hinweg zum Standardwerk für die Ausbildung der Bischöfe. Der Erfolg des Werkes beruhte dabei wohl auf der Zeitlosigkeit der Bischofsidee Gregors. Der Band enthält neben einer ausführlichen Einleitung eine neue deutsche Übersetzung sowie einen neuen kritischen Text.
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