Identity Trouble
Deutschamerikanische Identitätspolitiken und die Erinnerung an den Holocaust
Was passiert mit deutschamerikanischen Identitäts- und Vergangenheitskonstruktionen, wenn die Erinnerung an den Holocaust im kollektiven Gedächtnis der US-amerikanischen Gesellschaft erstarkt? Mit welchen (Gegen-)Narrativen reagieren deutschamerikanische Organisationen auf die "Amerikanisierung des Holocaust"? Und welche Bedeutung kommt der deutschamerikanischen Geschichte als transnationale Erzählung innenpolitisch in den USA, aber auch im deutsch-amerikanischen Staatenverhältnis nach dem nationalsozialistischen Zivilisationsbruch zu?Identity Trouble analysiert die wechselseitigen Dynamiken zwischen deutschamerikanischen Identitätspolitiken und dem US-amerikanischen Holocaust-Diskurs seit Einsetzen des Ethnic Revival im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts. Diverse deutschamerikanische Akteure suchten ihre spezifischen Interessen im Namen Deutschamerikas auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs durchzusetzen. Sie konkurrierten dabei untereinander um die Diskurshoheit, gingen aber auch Kooperationen miteinander ein. Der Holocaust fungierte für deutschamerikanische Interessenvertreter über weite Strecken als Projektionsfläche für Vorurteile und Ängste vor einem Ansehensverlust ihrer Ethnizität. "In dieser innovativen Studie verbindet Julia Lange erstmals Ethnologie und Migrationsforschung mit der Holocaust- und Erinnerungsforschung. Am Beispiel deutschstämmiger US-Amerikaner zeigt sie eindrucksvoll, wie Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses Identitätskonstruktionen im transatlantischen Kontext nachhaltig prägen. Das Buch setzt neue Akzente in der Erforschung von Migration, Erinnerung und transnationaler Geschichte." Wilfried Mausbach, Heidelberg Center for American Studies, Universität Heidelberg "While German Americans, historically the largest immigrant group in the U.S., have been mostly restrained in displaying ethnic pride, they always had organizers with the ambition to present a more forceful image. In her exhaustive, painstakingly researched study, Julia Lange shows the latest chapter of the German-American story, the period after World War II when Holocaust memory threw stark shadows over the German connection. Lange's main contribution is a critical assessment of the rather poor response of German-American organizations to this fateful predicament." Frank Trommler, University of Pennsylvania Ausgezeichnet mit dem Rolf-Kentner-Dissertationspreis des Heidelberg Center for American Studies.
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Wilfried Mausbach, Heidelberg Center for American Studies, Universität Heidelberg "While German Americans, historically the largest immigrant group in the U.S., have been mostly restrained in displaying ethnic pride, they always had organizers with the ambition to present a more forceful image. In her exhaustive, painstakingly researched study, Julia Lange shows the latest chapter of the German-American story, the period after World War II when Holocaust memory threw stark shadows over the German connection. Lange's main contribution is a critical assessment of the rather poor response of German-American organizations to this fateful predicament."
Frank Trommler, University of Pennsylvania Ausgezeichnet mit dem Rolf-Kentner-Dissertationspreis des Heidelberg Center for American Studies.
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