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Informations sur le produit "Gehirn&Geist Dossier 4/2025 Sucht"

Es ist ein klassisches Experiment aus der Suchtforschung: Man gibt Ratten mehrfach eine Droge wie Heroin. Süchtige Tiere verbringen dann täglich viele Stunden am Hebel, über den sie sich den nächsten 'Schuss' verabreichen können - selbst wenn sie einen Stromschlag dafür verpasst bekommen. Sucht bedeutet nämlich nicht einfach, die Droge wiederholt zu konsumieren - Betroffene tun dies trotz negativer Konsequenzen. Allerdings: Nur 20 Prozent der Nagetiere werden süchtig, wie französische Fachleute bereits 2004 herausfanden.Ähnliche Zahlen gibt es auch beim Menschen und beim Konsum anderer Substanzen. So können die einen regelmäßig zu tief ins Glas schauen und entwickeln trotzdem niemals ein ernsthaftes Problem. Andere hingegen geraten schnell in die Abhängigkeit. Liegt das an unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmalen? Liegt es an den Genen? Diesen Fragen geht der Neurobiologe Christian Lüscher von der Universität Genf ab S. 12 nach.Und was genau wird eigentlich als Sucht­erkrankung definiert? Das ist gar nicht so eindeutig. Nehmen wir die Glücksspielsucht (S. 70). Diese zählt seit 2013 zu den Verhaltenssüchten und steht in internationalen Diagnosemanualen somit auf derselben Stufe wie Substanzabhängigkeiten. Die Pornosucht (S. 74) dagegen wird den Impulskontrollstörun­gen zugeordnet. Dabei zeigen die Betroffenen ebenfalls Veränderungen im Belohnungssystem des Gehirns, haben Entzugserscheinungen und schaffen es nicht, vom quälenden Drang loszukommen - ähnlich wie es Substanzabhängige erleben. Hier gibt es also noch Forschungsbedarf.Auch zum Thema Therapie ist beileibe nicht alles gesagt. Schon lange ist bekannt, dass süchtige Menschen lernen können, ihren Konsum zu mäßigen. Heute wird die Drogenersatztherapie nicht mehr angezweifelt und ist weit verbreitet. Bis dahin galt ausnahmslos: Die einzige Therapie ist die Abstinenz. Vielleicht steht eine ähnliche Wende bald in der Behandlung der Alkoholsucht durch kontrolliertes Trinken bevor, wie unsere Autorin Esther Megbel ab S. 34 erklärt.

Sous-titre
Wenn das Verlangen übernimmt

H | L | P | g
275 mm | 204 mm | 6 mm | 0.242 kg

Année de publication
2025

Classification d'âge
0

Édition
Taschenbuch

Éditeur
Spektrum D. Wissenschaft

ISBN-10
3958929664

Auteur
Spektrum der Wissenschaft

Langue
Deutsch

Nombre de Pages
84

Thèmes
Kinder/Jugendliche: Persönliche und soziale Themen: Drogen und Sucht, Psychologie, Persönlichkeitsmerkmale / Persönlichkeitstypen, Gesundheit, Krankheit oder Sucht: soziale Aspekte, Suchterkrankungen und Therapie

Mots-clés
Suchttherapie, Sucht, Gesellschaft / Medizin, Gesundheitswesen, Persönlichkeitsmerkmale / Persönlichkeitstypen, Droge / Kinderliteratur, Jugendliteratur, Psychologie, Süchtig, Gesundheit, Krankheit oder Sucht: soziale Aspekte, Kinder/Jugendliche: Persönliche und soziale Themen: Drogen und Sucht, LBA/Sachbücher/Psychologie/Allgemeines, Nachschlagewerke, HC/Psychologie/Allgemeines, Lexika, Suchterkrankungen und Therapie

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