Bauernkrieg in Bretten
Die Bedrohung durch den Kraichgauer Haufen 1525
Die Bauern gehen auf die Barrikaden, um sich 1524/25 gegen die himmelschreiende Ungerechtigkeit zu wehren, denn sie werden vom Klerus und den Fürsten systematisch ausgebeutet. Auch die Stadt Bretten wird vom Kraichgauer Bauernhaufen bedroht. Die Bauern verlangen, dass sich Bretten den Aufständischen anschließt, ansonsten würde man die Stadt stürmen und alle erwürgen. Georg Schwartzerdt, ein 24 Jahre alter Brettener, erlebt die Bedrohung hautnah mit. Seine detailreiche Chronik beschreibt die chaotischen und unglaublichen Zustände in der aufgewühlten Stadt so lebendig, dass man mit ihm zusammen durch die Gassen eilen muss. Warum schließt sich ausgerechnet Bretten nicht dem Bauernhaufen an, obwohl dort hauptsächlich Bauern wohnen? Wovon leben die Bauern überhaupt? Die Ursachen für den schrecklichen Bauernkrieg, Luthers Problem mit den Bauern, der Kampf um die "richtige" Reformation, die ungebremste Eskalation und das brutale Ergebnis werden chronologisch mit den wichtigsten Ereignissen zusammen gefasst. Um sich ein unverfälschtes Bild machen zu können, wird die Schwartzerdt Chronik auch im originalen Wortlaut wiedergegeben.
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