Autochoreografie im Zeitgeschehen
Wie Selbstentwürfe Tanzgeschichte schreiben
Tänzerisch-autobiografische Verfahren von Künstler*innen, sogenannte 'Auto_Choreo_Grafien', sind häufig in sozio-temporale Umbruchsdiskurse eingebettet. Nadja Rothenburger betrachtet sie im Kontext der 1970er bis 2020er Jahre anhand der Positionalität und Perspektive von Tänzer*innen gegenüber dem Berliner Mauerfall oder der Implementierung professioneller Arbeitsbedingungen für freiberufliche Schweizer Tanzschaffende. Dabei analysiert sie die dynamische Bezugnahme auf historische und politische Ereignisse mithilfe spezifischer Konstellationen, die ein produktives Überdenken von Ich-Konstitutionen ermöglichen - ein Ausgangsmoment für eine multiperspektivische, raumzeitliche Tanzgeschichtsschreibung.
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