Aufbruch in die Moderne
Die Gründungsgeschichte des Gebr. Arnhold'schen Pensionsvereins
Die Gründung des Arnhold'schen Pensionsvereins für Angestellte im Jahre 1901 war ein wichtiger Beitrag zur Modernisierung des Königreiches Sachsen. Im politisch tief zerklüfteten Land stellte es den Versuch dar, die soziale Spaltung zu überwinden, das Bürgertum durch eine neue Altersversorgung als eigene Klasse zu stabilisieren und auf diesem Wege langfristig das Modell eines klassenübergreifenden, deutschen "Volksstaates" zu verwirklichen.Zugleich diente das Projekt der jüdischen Familie Arnhold dazu, die Integration der Juden in die deutsche Gesellschaft voranzutreiben. Das Projekt "Pensionsverein"- und die damit verbundenen erheblichen mäzenatischen Anstrengungen - machten die jüdischen Deutschen zu wichtigen Trägern bürgerlicher Politik im Kaiserreich und der Weimarer Republik.
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