Alfred Szendrei
Ein Musikleben zwischen Oper, Rundfunk und Synagoge
Alfred Szendrei (1884-1976) wurde in Budapest geboren und wirkte nach einer internationalen Laufbahn als Operndirigent und Komponist für mehr als zehn Jahre in Leipzig, wo er maßgeblich am Aufbau der musikalischen Abteilung des neugegründeten Rundfunks beteiligt war. Die Übertragung von Konzerten und neuer Musik im Radio war eines seiner zentralen Anliegen, das sich sowohl in seiner beruflichen Tätigkeit als auch in seiner 1931 erschienenen Dissertation niederschlug. Kurz vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste Szendrei Leipzig verlassen und emigrierte über Paris in die USA. In diese Zeit fällt seine Hinwendung zur Musik des Judentums und die Entstehung seiner Bibliographie der Jüdischen Musik, die zu einem Grundlagenwerk des Faches wurde. Zunächst in New York und ab 1944 in Los Angeles wirkte Alfred Sendrey, wie er sich von nun an nannte, als Kantor und Wissenschaftler bis ins hohe Alter, dessen musikalisches Leben von der Oper über den Rundfunk bis in die Synagoge führte.
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