Achtsam geht die Welt zugrunde
Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert
Kathrin Fischer, Host des Podcasts 'Erschöpfung statt Gelassenheit', setzt sich kritisch mit dem Achtsamkeits- und Selbstfürsorgetrend auseinander. 'Ein glänzendes Stück Aufklärung.' Harald WelzerMeditation, Journaling, Atemübungen - immer mehr Menschen nutzen Achtsamkeitspraktiken als Zuflucht vor den Krisen unserer Zeit. Doch statt zu mehr Ruhe und innerer Stärke zu führen, treiben diese Techniken nicht selten noch tiefer hinein in das Hamsterrad aus Selbstoptimierung und Erschöpfung. Achtsamkeit ist längst nicht mehr bloß eine persönliche Praxis, sondern hat sich zur Ideologie entwickelt, die gesellschaftliche Missstände individualisiert, negative Gefühle als unzulässig darstellt und die Gesellschaft weiter spaltet. Scharfsinnig seziert Kathrin Fischer in ihrem augenöffnenden Buch den Achtsamkeitstrend und plädiert dafür, sich nicht länger ins Private zurückzuziehen, sondern gemeinsam eine gerechtere Zukunft zu gestalten.
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