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Produktinformationen "Erinnern als Überschritt"

Historiker Koselleck als geschichtspolitischer Akteur und streitbarer Intellektueller.Im Jahr 1993 stießen die Pläne der Bundesregierung zur Neugestaltung der Neuen Wache in Berlin auf erheblichen Widerspruch. Zu den schärfsten Kritikern dieser vor allem vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl forcierten Umwidmung gehörte Reinhart Koselleck, der wiederholt und für seine Verhältnisse ungewöhnlich lautstark Stellung bezog. Rückblickend erweist sich diese Kontroverse als der Beginn eines öffentlichen Engagements, das man zuvor von dem Bielefelder Historiker nicht kannte. Ob Neue Wache oder Holocaust-Mahnmal - Koselleck äußerte sich fortan ebenso deutlich wie zunehmend polemisch zu den im vereinigten Deutschland verhandelten erinnerungskulturellen Großprojekten. Das Buch setzt Kosellecks geschichtspolitische Interventionen zu seiner Verzeitlichungstheorie der Moderne in Beziehung, reflektiert sie biographisch und geht zudem seiner Verhältnisbestimmung von Erfahrung und Erinnerung nach. Das Nachleben vergangener Ereignisse im Modus des Erinnerns verstand Koselleck als ein Transformationsgeschehen, das er in Anlehnung an Martin Heidegger als Überschritt begrifflich zu fassen versuchte. (lib)

Untertitel
Reinhart Kosellecks geschichtspolitische Interventionen

H | B | T | Gramm
226 mm | 146 mm | 19 mm | 0.386 kg

Erscheinungsjahr
2023

FSK
0

Ausgabe
Hardcover

Verlag
Wallstein Verlag GmbH

ISBN-10
3835354353

ISBN-13
9783835354357

Autor
Ulrike Jureit

Sprache
Deutsch

Seitenanzahl
192

Themen
Sozial- und Kulturgeschichte

Verantwortliche Person gemäß Art. 16 GPSR
Wallstein-Verlag GmbH Verlag und Werbung, Geiststr. 11, 37073, G”ttingen, +49 (0551) 54898-0, +49 (0551) 54898-33, www.wallstein-verlag.de

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Ulrike Jureit

Autor/in

Ulrike Jureit

Ulrike Jureit ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Sie forscht und publiziert zur Sozial- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.Veröffentlichungen u. a.: Denken im Raum. Friedrich Ratzel als Schlüsselfigur geopolitischer Theoriebildung (Mithg., 2021).

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