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In dieser Kategorie: 139 Titel
Als Deutschland erstmals einig wurde
>sein< Berlin noch »die einzige europäische Großstadt, in welcher wir tagtäglich an den Ufern stinkender Rinnsteine wandeln« - Kanalisation gab es nicht. Als 1890 Bismarck ging, waren 144 Kilometer an Kanälen gebaut und 584 Kilometer an Rohrleitungen verlegt. Was das für die Nasen der Bewohner und die Bewegungsfreiheit des Verkehrs bedeutete, kann man in Bruno Preisendörfers Buch nachlesen.Ähnlich ging es überall. In unglaublicher Geschwindigkeit wurden Tausende Kilometer Eisenbahnlinien, Strom- und Telegraphenleitungen verlegt, Fabriken gebaut, die Bevölkerung vervielfachte sich. Das Gefälle zwischen Reich und Arm wuchs enorm, alte Arbeits- und Familienstrukturen sowie Wertesysteme zerbrachen. In Bruno Preisendörfers Zeitreise spazieren wir durch die Wilhelmstraße und lernen Haus für Haus ihre Bewohner kennen, besuchen Cafés, Ateliers und Tanzpaläste genauso wie Fabriken, Amtsstuben und Hinterhöfe. Wir zuckeln mit der Bahn in 16 Stunden von Berlin nach Köln, erleben, wie die ersten sechs Mädchen zum Abitur zugelassen werden und wie mit Franziska Tiburtius die erste Ärztin eine Praxis aufmacht. Wir tafeln mit Fontane, gehen mit Ferdinand Lasalle zum Duell, mit Marx zur Arbeiterversammlung, mit Bismarck in den Krieg und mit dem Kaiser zur Krönung. (lib)
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5,29 €
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Spektrum Geschichte - Brot, Brei, Bier
Vor ungefähr 12 000 Jahren fingen die Menschen an, ihre Lebensweise grundlegend umzustellen: Aus Jägern und Sammlern wurden Bauern und Viehzüchter. Mit dem Anbau von Emmer, Einkorn und Weizen nahmen die Menschen mehr Kohlenhydrate zu sich. So lautet seit Jahrzehnten der archäologische Konsens. Aber stimmt das auch?
Forscher der noch jungen Disziplin der »Food Archaeology«, also der Archäologie der Ernährungsweise, halten eine andere Entwicklung für wahrscheinlicher. Offenbar aßen schon Wildbeuter viel Getreide. Sie bereiteten in großem Stil Brei und Bier zu und backten sogar Brot. Wie die Paläodiät tatsächlich ausgesehen haben könnte und warum die Menschen auf den Feldbau umgestiegen sind, hat ab S. 12 der Wissenschaftsjournalist Andrew Curry aufgeschrieben.
Mit diesem Heft starten wir auch unsere neue dreiteilige Serie »Kinder im Zweiten Weltkrieg«. Die Idee dazu reifte mit Blick auf die heutige Generation der Ältesten. Sie wuchs auf, als in Europa der Zweite Weltkrieg tobte. Was sie erlebte, hat die Historikerin Maria Krell recherchiert. Sie berichtet ab S. 42. Vornehmlich jung war damals auch diese Gruppe: Deserteure der Wehrmacht. Ihre Fahnenflucht gilt heute als Zeichen des Widerstands gegen Krieg und NS-Regime. Eine neue wissenschaftliche Arbeit stellt diese Sicht nun in Frage. Unser Autor Winfried Dolderer hat sich des wichtigen Themas angenommen (ab S. 34). Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen, Karin Schlott, Redaktion Spektrum der Wissenschaft.
Buch | Deutsch
5,29 €
5,90 €
(10.34% gespart)
Meine Flucht aus den Gefängnissen der Inquisition
Giuseppe Pignata gelang im Jahre 1693 die Flucht aus dem Inquisitionsgefängnis zu Rom, wo er zuvor wegen Ketzerei zu lebenslänglicher Kerkerhaft verurteilt worden war.
In diesem Buch erzählt er die die Abenteuer seines Ausbruchs und seiner Flucht durch Italien und Deutschland, bis er 1694 ein vorläufiges Asyl in den Niederlanden fand.
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8,69 €
1864
Die Geburtsstunde des Kaiserreichs: der deutsch-dänische Krieg neu erzähltMit dem Einmarsch der preußischen und österreichischen Truppen in Dänemark begann am 1. Februar 1864 der deutsch-dänische Krieg, der später der erste 'Einigungskrieg' genannt werden sollte. Packend schildert Bestsellerautor Klaus-Jürgen Bremm die diplomatischen Verwicklungen und militärischen Ereignisse und zeigt - vor dem Hintergrund der großen europäischen Machtpolitik - wie unter Bismarck Preußen zur deutschen Vormacht aufstieg.
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25,00 €
Weihnachtsbräuche in aller Welt
Achtzig Tage umfasst der Weihnachtsfestzyklus, und jedes Fest - von St. Martin am 11. November bis Mariä Lichtmess am 2. Februar - hat rund um die Welt in den Sitten und Gebräuchen ebenso wie in allen materiellen Ausdrucksformen immer neue Variationen erfahren. Selbst innerhalb Deutschlands ist die Bandbreite des weihnachtlichen Brauchtums groß und spiegelt unterschiedliche kulturelle Entwicklungen wider. Das eher römisch und katholisch geprägte Süddeutschland und das Rheinland feiern anders als das eher germanisch und protestantisch geprägte Nord- und Ostdeutschland.
Rüdiger Vossens Entdeckungsreise in das Weihnachtsland lädt dazu ein, die alten und neuen Bräuche aktiv zu erleben oder für sich selbst neu zu gestalten.
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14,26 €
Otto "Schloime" Fischer
"Der Kuckuck soll dich holen, mit Donner und Pistolen, wenn Du vergißt, wer dein Onkel Otto ist. Zur Erinnerung von deinem Onkel Otto Fischer." Diese Zeilen schrieb der berühmte österreichische Fußballstar und Nationalspieler Otto Fischer im Jahr 1932 in das Poesiealbum seiner Nichte Alice Tichy. Vielleicht ahnte er bereits, dass die Erinnerung an ihn verblassen würde. In der Zwischenkriegszeit gehörte Fischer zur ersten Generation Wiener Profifußballer und trug sieben Mal das österreichische Nationaltrikot. Als begnadeter Dribbler wurde er auf den Wiener Fußballplätzen gefeiert, als Jude aber auch Ziel antisemitischer Angriffe. Fischer repräsentierte die Wiener (Fußball-)Schule und arbeitete nach seiner aktiven Karriere als Trainer in Osteuropa. Im lettischen Liepaja fand er sein sportliches und privates Glück, heiratete und führte den dortigen Verein Olimpija Liepaja zu drei Meistertiteln. 1941 wurde der populäre Coach von den Nationalsozialisten ermordet. Nach seinem Tod geriet Otto Fischer völlig in Vergessenheit. Diese Monographie schildert erstmalig sein Leben und Wirken als ein Stück Wiener Kulturgeschichte im Spannungsfeld zwischen jüdischer Partizipation und Antisemitismus am Vorabend des Holocaust.
Buch | Deutsch
9,16 €
SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit
Der Millionenseller jetzt in einer günstigen und erweiterten Taschenbuchausgabe
Vor 100.000 Jahren lebte Homo Sapiens als unbedeutende Spezies in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents. Heute ist der Mensch Herr und Schrecken des Planeten. Wie konnte es dazu kommen? In seiner fulminanten Reise von den Menschenaffen bis zum Cyborg entwirft Yuval Noah Harari mit seinem international gefeierten Bestseller »Sapiens - Eine kurze Geschichte der Menschheit« das große Panorama unserer eigenen Geschichte - und stellt die Frage, wohin wir von hier aus gehen wollen.
»Sapiens« ist einer der größten Sachbucherfolge aller Zeiten und hat allein in Deutschland, bisher unter dem Titel »Eine kurze Geschichte der Menschheit«, über 2 Millionen Exemplare verkauft. Dieser immense Erfolg ist kein Zufall: Das Buch hat von Grund auf verändert, welche Verantwortung wir als Menschen gegenüber unseren Mitgeschöpfen und dem Planeten empfinden - und wie wir handeln.
»Yuval Noah Harari schreibt präzise, klug - und vor allem so, dass man gar nicht aufhören will zu lesen. Dieses Buch lässt Hirne wachsen.« ZEIT WISSEN
Das Buch erschien erstmals 2013 unter dem Titel »Eine kurze Geschichte der Menschheit« bei DVA. Diese Taschenbuchausgabe ist aktualisiert und um ein neues Nachwort ergänzt.
Mit zahlreichen Abbildungen
Buch | Deutsch
13,00 €
Der chinesische Paravent
Deutsche Kolonialgeschichte in elf Fundstücken
Koloniales Erbe als Familiengeschichte - Beutestücke in deutschen Wohnzimmrn
Paravent, Teeservice, Speere, Schild und Papagei: Nicola Kuhn stellt Artefakte vor, die viel über die Kolonialzeit erzählen. Von Missionaren, Militärs, Siedlern oder Händlern als Trophäen und Erinnerungsstücke mitgebracht, verbirgt sich hinter jedem Objekt immer auch die Tragödie eines besetzen Landes und seiner Menschen. Die Fundstücke bezeugen die extreme Gewalt wie das vermeintlich friedliche Miteinander, radikale Ausbeutung, doch auch Versuche von Annäherung. Zu Wort kommen auch die heutigen Besitzer, die einen Umgang mit diesem Erbe finden müssen.
Erzählerisch entwirft Nicola Kuhn so ein Panorama deutscher Kolonialherrschaft. Sie ist der Meinung: Nach einem Jahrhundert des Schweigens ist es Zeit, sich ein Bild zu machen.
Welt und Wohnzimmer sind fulminant erzählerisch miteinander verbunden
Nicola Kuhn ist Expertin für Raubkunst und renommierte Journalistin
Buch | Deutsch
25,00 €
Anfänge
»Faszinierend, provozierend, bahnbrechend. Ein Buch, das in den kommenden Jahren für Diskussionen sorgen wird.« Rutger Bregman, Autor von »Utopien für Realisten«
Ein großes Buch von gewaltiger intellektueller Bandbreite, neugierig, visionär, und ein Plädoyer für die Macht des direkten Handelns.
David Graeber, der bedeutendste Anthropologe unserer Zeit, und David Wengrow, einer der führenden Archäologen, entfalten in ihrer großen Menschheitsgeschichte, wie sich die Anfänge unserer Zivilisation mit der Zukunft der Menschheit neu denken und verbinden lässt. Sie revidieren unser bisheriges Menschenbild und erzählen Menschheitsgeschichte, wie sie noch nie erzählt wurde. Über Jahrtausende hinweg, lange vor der Aufklärung, wurde schon jede erdenkliche Form sozialer Organisation erfunden und nach Freiheit, Wissen und Glück gestrebt. Graeber und Wengrow zeigen, wie stark die indigene Perspektive das westliche Denken beeinflusst hat und wie wichtig ihre Rückgewinnung ist. Lebendig und überzeugend ermuntern sie uns, mutiger und entschiedener für eine andere Zukunft der Menschheit einzutreten und sie durch unser Handeln zu verändern.
David Graeber war der bedeutendste Kulturanthropologe seiner Generation, der wichtigste Vordenker der Occupy-Bewegung und ein weltbekannter Intellektueller. Er lebte seine Ideen von sozialer Gerechtigkeit und Befreiung, gab den Unterdrückten Hoffnung und inspirierte zahllose andere zur Nachfolge. Am 2. September 2020 starb David Graeber völlig überraschend im Alter von 59 Jahren in Venedig; drei Wochen zuvor hatten er und David Wengrow "Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit" beendet. Vor mehr als zehn Jahren hatten beide Autoren ihre Arbeit an diesem Opus magnum außerhalb ihrer akademischen Verpflichtungen aufgenommen: Ein Anthropologe und ein Archäologe beleben mit dem heute vorhandenen Quellenmaterial den großen Dialog über die menschliche Geschichte wieder. Dieses Meisterwerk ist das Vermächtnis von David Graeber.
»Ein faszinierendes Werk, das uns dazu bringt, die Natur der menschlichen Fähigkeiten neu zu überdenken. Es handelt von den stolzesten Momente unserer eigenen Geschichte, unserem Austausch und unserer Schuld gegenüber indigenen Kulturen und ihren vergessenen Intellektuellen. Herausfordernd und erhellend.« Noam Chomsky
»Graeber und Wengrow entlarven Klischees über die weit zurückreichende Geschichte der Menschheit, um unserem Denken zu erschließen, was in der Zukunft möglich ist. Es gibt kein vitaleres, kein unserer Zeit angemesseneres Projekt.« Jaron Lanier, Autor von
Anbruch einer neuen Zeit
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16,00 €
Titanic
Die Titanic kennt jedes Kind, obwohl ihre erste Reise gleichzeitig auch ihre letzte war. Oder ist dies genau der Grund, warum das stolze Flaggschiff der englischen White Star Line bis heute als das berühmteste Passagierschiff der Welt gilt? Das Interesse am Mythos Titanic ist auch über 100 Jahre nach ihrem Untergang ungebrochen groß - Bücher, Filme, Musicals, Ausstellungen und Theaterstücke trugen ihren Teil zur Legendenbildung bei. Malte Fiebing-Petersen geht den Geschichten auf den Grund und klärt unter anderem auf, ob die angeblich unsinkbare Titanic wirklich zu wenig Rettungsboote an Bord hatte, welche Rolle das Blaue Band bei der Jungfernreise spielte, ob Eisbergwarnungen ignoriert wurden und welche Auswirkungen das verwendete Material auf den Untergang hatte.
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16,95 €
Spektrum Geschichte 1/2024 Konradin, der letzte Staufer: Das Kind, das König sein wollte (Spektrum Geschichte: Von der Menschwerdung bis in die Neuzeit)
Könige, Kaiser und am Ende ein Kind. Rund 150 Jahre lang lenkten die Staufer das Heilige Römische Reich, brachten einflussreiche Machthaber wie Barbarossa und Friedrich II. hervor und herrschten im Hochmittelalter über ein gigantisches Gebiet, das sich - nicht flächendeckend - von der Nordsee bis nach Sizilien erstreckte. Die Deutschen späterer Generationen schufen daraus einen regelrechten Staufer-Mythos, vor allem aus dem letzten Spross: Konradin, der 1268 im jungen Alter von 15 Jahren auf dem Schafott sein Ende fand. Legenden verschleierten lange Zeit, was sich in Konradins Zeit zugetragen hat. Doch inzwischen haben sich Historiker eingehend mit dem letzten Staufer der männlichen Linie befasst. Unser Autor Maximilian Zech schildert Ihnen in der Titelgeschichte (ab S. 14), was Mediävisten heute über das Schicksal des jungen Mannes wissen. In die Vergangenheit eines anderen Königsgeschlechts führen die Forschungen in Umm el-Qaab. Auf dem Pharaonenfriedhof bei Abydos betteten die Ägypter ihre Herrscher zur letzten Ruhe, als das Reich am Nil erst wenige Generationen alt war. Wer das Land einst gründete und was Archäologen in jüngster Zeit über die ersten Pharaonen herausgefunden haben, berichtet Ihnen Joachim Willeitner (ab S. 32). Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen Karin Schlott, Redaktion Spektrum der Wissenschaft.
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6,33 €
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Schattenspiele der Zeit: „Da habe ich den Glauben an die Schönheit verloren ...“
Richard Nowotny, geboren 1914 in Wolkersdorf im Weinviertel, gestorben 1981 ebenda, schildert in einem einmaligen Zeitdokument, teils nüchtern berichtend, teils emotional aufgeladen, sein Leben in der politisch-wirtschaftlich instabilen Zwischenkriegszeit, als Soldat während des 2. Weltkriegs und als Heimkehrer in der Nachkriegszeit. 25 Jahre nach Kriegsende taucht er an Hand seiner Kalendereintragungen noch einmal in seine Erlebnisse als Wehrmachtssoldat ein, berichtet von seinen Einsätzen in Polen, Frankreich, Russland und Bulgarien und schreibt sich seine Verzweiflung über die Ausweglosigkeit des Wehrdienstes und die ständig währende Hoffnung auf ein Wiedersehen mit der Familie von der Seele. Mit "Schattenspiele der Zeit" werden wir Teil seiner Lebenswelt.
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25,00 €
(62.44% gespart)
Im Land Gottes
'Eine der scharfsichtigsten Beobachterinnen Amerikas.' FAZIm Wahljahr 2024 richtet sich der Blick der Weltöffentlichkeit auf die USA. Wie ist die Supermacht zu dem geworden, was sie heute ist? In sieben brillanten Reportagen entwirft Joan Didion ein präzises Bild der Entwicklung der amerikanischen Demokratie zwischen 1988 und 2000. Ausgehend von ihren persönlichen Beobachtungen unmittelbar nach den Anschlägen auf das World Trade Center dringt ihr messerscharfer Blick durch die Fassade der US-Demokratie, bis zum inneren Terror der Siebzigerjahre. Faktenreich berichtete sie aus den Zentren der Macht und erforscht die Verquickung von Religion und Politik innerhalb der konservativen Eliten.
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7,18 €
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„Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir weiterleben werden!”: Von München in das Arbeitslager Tiefenort. Briefe meines Onkels 1937–1945
Am 13. Oktober 1944 wurde auf Anordnung der Gestapo Kurt Neumaier zusammen mit weiteren ca. 150 Münchner "Halbjuden" in das Zwangsarbeitslager Tiefenort in Thüringen deportiert, wo die Organisation Todt in mächtigen Salzstollen die unterirdische Rüstungsproduktion ausbauen sollte. Auch Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge mussten dort unter Tage arbeiten.
Der Recherche zum Lager Tiefenort steht eine außerordentliche Quelle zur Verfügung: 1937 bis 1945 schrieb der Onkel des Autors, Kurt Neumaier, regelmäßig Briefe an seine ebenfalls "halbjüdische" Frau Gretl, die zeitgleich bei den Münchner Stadtwerken zwangsverpflichtet worden war.
Die täglichen Briefe aus dem Arbeitslager schildern tagebuchähnlich die vorherrschende Gemütsverfassung, das Lagerleben, die Arbeitsbedingungen und die Freundschaften der Münchner Häftlinge. Über die Beschreibung der Lagerhaft hinaus wirft die Korrespondenz ein erstaunliches und beklemmendes Licht auf das Alltagsleben eines rassistisch Verfolgten in diesen Jahren. Sie ist von Zensurbefürchtungen, Verdrängung, vagen Zukunftsängsten, aber auch von Alltäglichem, Hoffnungen und der Suche nach Wiedererlangung eines Lebens in Würde geprägt. Ende 1944 eskalierten die Verfolgungsmaßnahmen des NS-Regimes gegenüber den letzten jüdischen Überlebenden in "privilegierten Ehen" und ihren Angehörigen. Die wachsende Angst um Mutter und Schwiegervater prägt die letzten Briefe von Kurt Neumaier.
Das OT-Lager Tiefenort und die Deportationen der Münchner "Halbjuden" sind heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Nicht nur die zeitgenössischen Briefe, auch einige später aufgezeichnete Erinnerungen weiterer Zwangsarbeiter in Tiefenort werden vom Autor einbezogen.
Im "Freundeskreis" der ehemaligen Tiefenorter Häftlinge, den der Autor z. T. noch persönlich kennenlernen konnte, herrschte Schweigen gegenüber der Enkel- und Neffengeneration, aber auch ein tiefes, verborgenes Verständnis untereinander aufgrund der gemeinsamen Verfolgungsgeschichte.
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13,38 €
19,89 €
(32.73% gespart)
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Holokost v Rossii. Poteri evreev v okkupirovannyh regionah Rossii 1941-1944
V monografii issledujutsja kolichestvennye harakteristiki Holokosta v Rossijskoj Federacii v celom i v otdel'nyh ee regionah, kotorye podvergalis' okkupacii, v chastnosti, a takzhe vyjavljajutsja fakty soprotivlenija (v raznyh formah) evreev Holokostu i ih spasenija.Avtor na osnove analiza bol'shogo korpusa dokumentov iz arhivov Germanii, SShA, Izrailja, Francii, Rossii predprinimaet popytku vossozdanija tragicheskoj kartiny proshlogo - massovogo unichtozhenija evrejskogo naselenija nemeckimi okkupantami i ih soobshhnikami. Mnogie dokumenty vpervye vvodjatsja v nauchnyj oborot. (lib)
Buch | Deutsch
27,30 €
36,00 €
(24.17% gespart)
Eine Bischofsstadt zwischen Oberrhein und Jura. 800-1273
Band 2 der Stadt.Geschichte.Basel widerlegt das Bild des rückständigen Mittelalters und erzählt vom Aufblühen der Stadt zwischen 800 und 1273. Die Völkerverschiebung der Spätantike ist vorbei, die klimatischen Verhältnisse bessern sich, die Bevölkerung wächst. Es zeigen sich die Anfänge einer städtischen Kultur, die nach der römischen Zeit zunächst verschwunden war. Basel ist nun mehr als , es ist der Zentralort des Fürstbistums. Die Basler Bischöfe fördern den Aufschwung Basels, und sie sind im Heiligen Römischen Reich weiträumig vernetzt. Der historische Blickwinkel erweitert sich auf Sundgau, Breisgau, Baselbiet und Jura als dem eigentlichen Lebensraum der Stadt.
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29,70 €
Die Königin
Eine Reise auf den Spuren der sagenhaften Königin
1924 betritt Nofretete die Berliner Bühne, innerhalb kürzester Zeit wird sie zu einer globalen Ikone. So unterschiedliche Menschen wie Feministinnen in der Weimarer Republik, Nationalisten in Ägypten, Intellektuelle in Kalkutta, Nazi-Schriftsteller in Deutschland, Drag Queens in New York, Toni Morrison oder Beyoncé haben sich auf die antike Königin bezogen. Die Geschichte der Büste ist keine staubige Angelegenheit, sondern steckt voller aufregender Entdeckungen.
'Sebastian Conrad, der international geschätzte Berliner Globalhistoriker, folgt dem Ruhm der ägyptischen Schönheit rund um den Planeten. Ästhetik, Mythos und Interessen fügen sich zu einem großartigen Gesamtbild.'
JÜRGEN OSTERHAMMEL
Buch | Deutsch
29,00 €
Tausend Aufbrüche
Deutscher Sachbuchpreis 2024! »Christina Morina nutzt bisher wenig beachtete Quellen, um zu zeigen, wie unterschiedlich sich das Demokratieverständnis in Ost- und Westdeutschland seit den 1980er Jahren entwickelt hat. Morina liefert mit diesem Buch überraschende und notwendige Impulse für die aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen. Ihr Buch riskiert viel, ohne zu polarisieren - Demokratie ist Prozess, kein Zustand.« (Aus dem Urteil der Jury)
Die Ost-West-Debatte der Deutschen ist oft von gegenseitigem Unverständnis und Zuspitzungen geprägt. Christina Morina vermeidet die übliche Frontenbildung und rückt - anhand vieler bisher unerforschter Selbstzeugnisse wie Bürgerbriefe, Petitionen und Flugblätter - die Demokratievorstellungen und das Selbstverständnis ganz normaler Bürgerinnen und Bürger in Ost und West seit den 1980er Jahren in den Fokus. Indem die Autorin die Demokratiegeschichte der Bundesrepublik und die Demokratie
anspruchs
geschichte der Deutschen Demokratischen Republik miteinander verzahnt, kann sie maßgebliche Unterschiede und wechselseitige Bezüge im Staats- und Politikverständnis herausarbeiten.
Dabei entsteht ein differenziertes Bild: Viele Bewohner der DDR identifizierten sich mit ihrem Land und dessen "volksdemokratischen" Idealen, blieben dem Staat und seinen Institutionen gegenüber jedoch skeptisch. Diese Staatsferne gepaart mit einem oft provinziell-utopischen Bürgersinn, dessen Potentiale nach der Vereinigung weitgehend ungenutzt blieben, wirkt bis heute nach. Im Zusammenspiel mit einem wiedererstarkenden Nationalismus im Westen entstand so nicht zuletzt auch der Nährboden für den Aufstieg des Rechtspopulismus. Christina Morinas Buch offenbart die Grenzen der westdeutschen Liberalisierung ebenso wie die Vielfalt der ostdeutschen Demokratieaneignungsversuche - ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der gegenwärtigen prekären Lage der Demokratie.
Buch | Deutsch
28,00 €
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18,34 €
24,80 €
(26.05% gespart)
Eine andere Jüdische Weltgeschichte
Michael Wolffsohn, der Meister der deutsch-jüdischen Geschichtsschreibung, erzählt die Historie der Juden von den Anfängen bis heute. Präzise, vielschichtig und spannend berichtet er von einem Volk und einer Religion, die Weltgeschichte und Weltkultur prägen. Er beleuchtet die Theologie ebenso wie die Geografie jüdischer Geschichte. Er stellt zentrale Persönlichkeiten vor und schreibt über jüdische Kultur und Wirtschaft sowie jüdisches Sozialleben - auch in der islamischen Welt. So entsteht eine Universalgeschichte des Judentums aus der Feder eines großen Kenners und Erzählers, die Schulweisheiten entkräftet und antisemitische Ideologien durch Fakten entlarvt.
Buch | Deutsch
18,00 €
Eine andere Welt
EIN ETWAS ANDERER LITERARISCHER KANON
Was haben Hildegard von Bingen, Montaigne und Marx miteinander gemeinsam? Sie alle haben Bücher geschrieben, die man auf dem Weg in die Zukunft mit im Gepäck haben sollte. In diesem Band beantworten bekannte Autorinnen und Autoren die Frage, welches Buch in besonderer Weise in die Zukunft weist. So entsteht eine faszinierende virtuelle "Bibliothek der Zukunft" mit bekannten Klassikern und neu zu entdeckenden Werken, die zum Stöbern, Lesen, Nachdenken und zum mutigen Handeln für eine bessere Zukunft einlädt
"Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern." Der berühmte Satz André Malraux? ist hier ganz wörtlich zu verstehen als eine Aufforderung, in Büchern der Vergangenheit zu blättern, um in der Zukunft zu lesen. In diesem Band stellen über hundert Autorinnen und Autoren herausragende Bücher vor, die auf unterschiedliche Weise Perspektiven für morgen eröffnen: indem sie eine dunkle Zukunft ausmalen wie George Orwell in «1984», indem sie auf vergangene Gefahren hinweisen, die auch in Zukunft virulent sein werden, wie Hannah Arendt in "Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft", oder indem sie Zukunftsvisionen entwerfen, die sich als Kritik der Gegenwart entpuppen, wie Louis-Sébastien Mercier in "Das Jahr 2440". Vor allem aber geht es um wegweisende Bücher, die uns mit ihren klugen Gedanken, treffenden Beobachtungen und ihrer stilistischen Brillanz helfen, eine andere, bessere Welt zu denken, zu erträumen und zu gestalten.
"Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern." André Malraux
Ein literarischer Wegweiser in die Zukunft
Die wichtigsten Bücher für eine bessere Welt, vorgestellt von namhaften Historikerinnen, Schriftstellern und Intellektuellen
Mit Beiträgen von Franziska Augstein, Aleida Assmann, Jan Assmann, Patrick Bahners, Eva Gesine Baur, Ralph Bollmann, Norbert Frei, Ulrich Herbert, Christiane Hoffmann, Navid Kermani, Ian Kershaw, Jürgen Kocka, Michael Krüger, Hans Maier, Christian Meier, Jürgen Osterhammel, Hans Pleschinski, Helga und Ulrich Raulff, Jan Philipp Reemtsma, Gustav Seibt, Amartya Sen, Veronika Settele, Sybille Steinbacher, Volker Ullrich, Heinrich August Winkler, Uwe Wittstock und vielen anderen
Buch | Deutsch
38,00 €
15,52 €