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Produktinformationen "Über Dorothea Zeemann"

Dorothea Zeemann war Namensgeberin und Mentorin der Wiener Gruppe, Generalsekretärin des Österreichischen P. E. N.-Clubs, Publizistin und Kritikerin, aufgeweckte Beobachterin des Zeitgeschehens - und nicht zuletzt sehr aktive Schriftstellerin. Dennoch zucken selbst Literaturbewanderte beim Namen Zeemann meist mit den Schultern und verweisen einzig auf das seinerzeit skandalisierte Buch Jungfrau und Reptil, in dem die Vielseitige mit dem Hang zum Bekennermut ihre Beziehung zu Heimito von Doderer detailreich enthüllte.Anna Baar portraitiert die Autorin jenseits des Klischees der Frau im Schatten berühmter Männer als aufgeweckte Chronistin einer Welt von gestern, deren Verwerfungen uns Heutige zur Vorsicht gemahnen. Dazu trägt sie Glanzstücke aus den zum größeren Teil nur noch antiquarisch erhältlichen Erinnerungsbüchern, autobiografischen Erzählungen und Romanen zusammen, in denen Zeemann die politischen Katastrophen ihrer Zeit ebenso rückhaltlos beschreibt wie intime Erfahrungen des Heranreifens oder die heitere Lust an der Rolle der einmal gedemütigten, dann wieder ihre »Krankenschwesternatur« als Machtinstrument nutzenden Liebenden. (lib)

H | B | T | Gramm
170 mm | 121 mm | 11 mm | 0.162 kg

Erscheinungsjahr
2023

FSK
0

Ausgabe
Hardcover

Verlag
mandelbaum verlag eG

ISBN-10
3991360144

ISBN-13
9783991360148

Autor
Anna Baar

Sprache
Deutsch

Seitenanzahl
96

Themen
Literarische Essays

Verantwortliche Person gemäß Art. 16 GPSR
mandelbaum verlag eG, Wipplinger Straße 23, 1010, Wien, 0043 153534770, 0043 1535347712, office@mandelbaum.at

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Anna Baar

Autor/in

Anna Baar

Anna Baar, geboren 1973 in Zagreb im damaligen Jugoslawien, lebt in Klagenfurt und Wien. Ihre Texte wurden in mehrere Sprachen übersetzt und in zahlreichen Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht. 2022 erhält sie den Großen Österreichischen Staatspreis.

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»Am Ende trifft alles zu, gerade das Ausgedachte.« Über die prophetische Kraft des Schreibens.Eine Geschichtenerfinderin wird beauftragt, ihre Fortsetzungsstory für ein Frauenmagazin in der nächsten Ausgabe zu Ende zu bringen. Fieberhaft entwirft sie ein Endszenario, vernichtet aber die Notizen - nicht, weil es misslungen wäre, sondern aus Furcht, es bewahrheite sich.Was, wenn sich das Geschriebene als biografisch erwiese - aber nicht rückwärtsgerichtet, nicht memoirenhaft aus dem Leben gegriffen, sondern wahrsagerisch, mitten ins Leben hinein? Existiert die Erzählerin nur in ihrer Geschichte?Gibt es daraus ein Entkommen?Ein hochliterarischer Roman über das Verhältnis von Realität und Fiktion, Erzählen und Erinnern - sprachlich virtuos und packend geschrieben.»Wir werden unsere Geschichten nicht los, ob wir sie nun erzählen oder nicht, manchmal rutscht etwas davon heraus, mitten ins Schweigen hinein, in die stehengebliebene Zeit, zu einem Schwank gekürzt, einer Kurzfilmsequenz. Kann sein, wir tun was hinzu, oder wie lassen was aus, spielen uns zu Helden auf, spielen die andern herunter. Wir stolpern, fallen uns ins Wort. Am Ende trifft alles zu, gerade das Ausgedachte.«

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